Antisemitismus

»Hufeisen-Syndrom« bereitet Josef Schuster Sorge

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: picture alliance/dpa

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrates der Juden, hat sich in einem Podcast der »Ärzte Zeitung« zum Thema Antisemitismus in den Praxen jüdische Ärzte geäußert.

Bis vor kurzem war Schuster als Internist in Würzburg niedergelassen. In seiner Praxis habe er Antisemitismus nie erlebt, sagte er in dem Podcast der Reihe »ÄrzteTag«: »Wer zu mir in die Praxis kam, wusste in der Regel, dass ich Jude bin. Wer nicht zu einem jüdischen Arzt gehen wollte, der konnte unter vielen anderen internistischen Praxen wählen.«

Jüdische Kollegen, mit denen er kommuniziert habe, gehe dies ähnlich, erklärte er. In Krankenhäusern, darunter Uni-Kliniken in Großstädten, sei dies allerdings anders. Denn dort gebe es antisemitisch motivierte Aktionen von linken Einzelpersonen und Gruppen.

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Der Präsident des Zentralrates warnte aber vor dem »Hufeisen-Syndrom«. Denn: »Das gemeinsame Feindbild verbindet jetzt Rechte, Linke und Menschen mit Migrationshintergrund«, so Schuster in dem Podcast der »Ärzte Zeitung«.

Generell sei er in Hinblick auf den sich ständig weiterverbreitenden Judenhass in der Bundesrepublik »enttäuscht und alarmiert«. ja

Der Podcast »ÄrzteTag« der »Ärzte Zeitung« mit Josef Schuster ist hier zu finden.

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