Leipzig

Gericht dementiert Zahlung von Gil Ofarim

Gil Ofarim beim letzten Prozesstag am 28. November Foto: picture alliance/dpa

Leipzig

Gericht dementiert Zahlung von Gil Ofarim

Der Musiker soll 10.000 Euro Strafe zahlen

 02.08.2024 14:58 Uhr Aktualisiert

Hinweis: Nach Veröffentlichung dieser Meldung hat das Landgericht Leipzig dementiert, dass Ofarim die Geldstrafe beglichen habe.

Zwei Monate nach Ablauf der Frist hat Gil Ofarim eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro bezahlt, wie »RTL« berichtet. Die Summe war Ofarim vom Landgericht Leipzig auferlegt worden, damit der Prozess gegen ihn eingestellt wird. Das Geld geht zur Hälfte an die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig und die Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin.

Der Musiker musste sich im Winter vergangenen Jahres wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung vor Gericht verantworten, weil er im Oktober 2021 einen Antisemitismus-Skandal erfunden und dabei den Mitarbeiter eines Leipziger Hotels der antisemitischen Diskriminierung beschuldigt hatte. Gegen Ende des Prozesses gestand Ofarim, dass der Vorfall erfunden war.

Die Frist für die Zahlung war eigentlich am 28. Mai abgelaufen. Der Musiker konnte den Betrag jedoch offenbar nicht pünktlich bezahlen. Erst im April hatte er unter anderem die Gitarre seines Vaters Abi Ofarim für 10.000 Euro im Internet angeboten. ja

Washington

USA widerrufen Visa für Repräsentanten von PLO und PA

Vergangenen Monat haben die USA bereits Visa-Sanktionen gegen Palästinenser-Gruppen verhängt. Wenige Wochen vor der UN-Vollversammlung macht das Außenministerium eine neue Ansage

 29.08.2025

Antisemitismus

Michel Friedman: »Man will uns töten«

Michel Friedman berichtet von wachsender Unsicherheit für Juden in Deutschland. In Berlin etwa gehe er mancherorts nicht entspannt spazieren

 29.08.2025

Schweiz

Antisemitische Hetze in Zürich

In den Stadtvierteln Enge und Wollishofen, wo viele Juden leben, sind israelfeindliche Plakate an öffentlichen Orten aufgetaucht

 29.08.2025

Meinung

Islamisten bekämpft man nicht mit Worten, sondern mit Taten

Zu spät und trotzdem richtig: Die europäischen Staaten haben den Weg für härtere UN-Sanktionen gegen den Iran freigemacht. Jetzt heißt es, konsequent zu bleiben

von Michael Spaney  29.08.2025

Hamburg

Block-Prozess: Mehr Fragen an mutmaßlichen Kindesentführer

Ein israelischer Angeklagter gesteht, an der Entführung der Block-Kinder Silvester 2023/24 beteiligt gewesen zu sein. Er sah sich aber als »Superman«, der Kinder rettet. Das Gericht hat viele Nachfragen

 29.08.2025

Markus Lanz

Wolkige Rhetorik und rhetorische Volten

In der ZDF-Sendung bemühte sich Kanzleramtsminister Thorsten Frei, den Rüstungsexportstopp seiner Regierung zu erklären, während taz-Journalistin Ulrike Herrmann gar einen »Regimewechsel« in Israel forderte

von Michael Thaidigsmann  29.08.2025

Kopenhagen

Sanktionen gegen Israel? Außen- und Verteidigungsminister beraten

Was ist mit möglichen Sanktionen gegen den jüdischen Staat? Wie geht es weiter mit der Unterstützung der Ukraine? Um Fragen wie diese geht es jetzt bei zwei EU-Treffen in Dänemark

 29.08.2025

Würdigung

Tapfer, klar, integer: Maram Stern wird 70

Er ist Diplomat, Menschenfreund, Opernliebhaber und der geschäftsführende Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses. Zum Geburtstag eines Unermüdlichen

von Evelyn Finger  29.08.2025

Justiz

Gericht erlaubt israelfeindliche Demonstration in Frankfurt

Gegen den Beschluss kann die Stadt Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel einlegen

 28.08.2025