80 Jahre Kapitulation

Gedenkstunde im Bundestag ohne Vertreter aus Russland und Belarus

Denkmal mit russischem Panzer am Museum Berlin-Karlshorst: Ort der Kapitulation der Nazis im Mai 1945 Foto: picture alliance / Schoening

Die Bundestags-Gedenkstunde am 80. Jahrestag der Kapitulation Nazi-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg soll ohne offizielle Vertreter aus Russland und Belarus stattfinden. Wie der Bundestag am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, hat die Einschätzung der Bundesregierung dazu geführt, dass unter anderem die Botschafter der Russischen Föderation und von Belarus nicht eingeladen wurden. Das Auswärtige Amt hatte Ausrichtern von Gedenkveranstaltungen empfohlen, offizielle Vertreter aus den Ländern auszuschließen.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg mit der deutschen Kapitulation gegen die Alliierten USA, Frankreich, Großbritannien und die Sowjetunion. Das Gedenken auch an die damalige Rolle der sowjetischen Roten Armee sei wichtig, erklärte das Auswärtige Amt. Es solle aber keine Instrumentalisierung von Gedenkveranstaltungen zu propagandistischen Zwecken geben, erläuterte kürzlich ein Sprecher des Ministeriums und verwies auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

»Ausländische Gäste sind nicht eingeladen worden«

Der Bundestag erklärte, für die Gedenkstunde sei »auf eine weitere internationale Dimensionierung« bewusst verzichtet worden.
»Ausländische Gäste sind nicht eingeladen worden«, hieß es. Der Bundestag und mit ihm die deutsche Öffentlichkeit besinne sich mit der Gedenkstunde, »unter sich auf diesen Tag, der ein Tag der Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war«.

Lesen Sie auch

Am Mittwoch hatte die Teilnahme des russischen Botschafters in Deutschland, Sergej Netschajew, an der Gedenkveranstaltung an die Opfer der Schlacht auf den Seelower Höhen in Brandenburg für Kritik gesorgt. epd

Staatsbesuch

Kanzler Merz reist am nächsten Wochenende nach Israel

Das Datum steht: Bundeskanzler Merz reist in gut einer Woche zum Antrittsbesuch nach Israel. Der Gaza-Krieg hatte die Reise verzögert, durch die Waffenruhe wird sie jetzt möglich

 28.11.2025

Berlin

Anschlag auf israelische Botschaft geplant? Prozess beginnt

Ein mutmaßlicher IS-Unterstützer kommt vor Gericht. Der Prozess gegen den inzwischen 19-Jährigen beginnt am Montag

 28.11.2025

Brüssel

Weimer warnt vor Antisemitismus und Ausgrenzung beim ESC

Der Kulturstaatsminister will darüber mit seinen europäischen Kollegen sprechen

 28.11.2025

Eurovision Song Contest

Spanien bekräftigt seine Boykottdrohung für ESC

Der Chef des öffentlich-rechtlichen Senders RTVE gibt sich kompromisslos: José Pablo López wirft Israel einen »Genozid« in Gaza und Manipulationen beim Public Voting vor und droht erneut mit dem Austritt

 28.11.2025

USA

Mehrheit der Juden blickt nach Mamdani-Sieg mit Sorge nach New York

Eine Umfrage zeigt: Fast zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, Mamdani sei sowohl antiisraelisch als auch antisemitisch

 28.11.2025

Berlin

Israel, der Krieg gegen die Hamas und die Völkermord-Legende

Der israelische Militärhistoriker Danny Orbach stellte im Bundestag eine Studie und aktuelle Erkenntnisse zum angeblichen Genozid im Gazastreifen vor – und beklagt eine einseitige Positionierung von UN-Organisationen, Wissenschaft und Medien

 27.11.2025

USA

Staatsanwaltschaft rollt den Fall Etan Patz neu auf

Der jüdische Junge Etan Patz verschwindet am 25. Mai 1979 auf dem Weg zur Schule. Jahre später wird er für tot erklärt

 27.11.2025

Debatte

Neue Leitlinie zum Umgang mit NS-Raubgut für Museen und Bibliotheken

In Ausstellungshäusern, Archiven und Bibliotheken, aber auch in deutschen Haushalten finden sich unzählige im Nationalsozialismus entzogene Kulturgüter. Eine neue Handreichung soll beim Umgang damit helfen

von Anne Mertens  27.11.2025

Düsseldorf

Breite Mehrheit im Landtag wirbt für Holocaust-Zentrum in NRW

Große Mehrheit im NRW-Landtag: Fast alle Fraktionen werben für NRW als Standort eines vom Bund geplanten Holocaust-Bildungszentrums. Bayern und Sachsen sind ebenfalls im Rennen

von Andreas Otto  27.11.2025