Rosch Haschana

Für gegenseitigen Respekt

Kardinal Reinhard Marx Foto: dpa

Kardinal Reinhard Marx hat zum jüdischen Neujahrsfest gratuliert. Er wünsche den Juden und Israel für das neue Jahr Frieden, heißt es in dem Glückwunschschreiben des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, das am Freitag in Bonn veröffentlicht wurde.

In dem Schreiben an den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, würdigt Kardinal Marx positive Fortschritte im katholisch-jüdischen Gespräch. Zugleich räumt er ein, dass es in den Beziehungen von Judentum und katholischer Kirche in den vergangenen Jahren schwierige Phasen gegeben habe und weiter strittige Themen gebe.

nostra aetate Am Mittwoch hatten deutsche Bischöfe und Rabbiner in der römischen Synagoge an die Verabschiedung des Konzildokuments »Nostra aetate« vor 50 Jahren erinnert, mit dem ein neues Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum und anderen Weltreligionen eingeleitet wurde. Seither habe sich ein von gegenseitiger Achtung, Verständnis und Freundschaft bestimmtes Miteinander von Christen und Juden entwickelt, das zuvor kaum jemand für möglich gehalten hätte, hebt Marx hervor.

Der jüdisch-christliche Dialog sei für ihn ein Zeichen der Hoffnung in einer Zeit, »in der die Zahl religiös motivierter Gewalttaten in erschreckender Weise zugenommen hat«, schreibt der Münchner Erzbischof. In zu vielen Teilen der Erde werde Hass gegen Andersgläubige gepredigt und Gewalt im Namen Gottes verübt.

Juden und Christen hätten die religiöse Pflicht, all jenen entschieden zu widersprechen, die den Namen Gottes missbrauchten. »Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, für Religionsfreiheit und für eine Kultur des gegenseitigen Respekts und des Dialogs einzutreten. Dass dazu ein unzweideutiges Eintreten gegen jede Form von Antisemitismus gehört, ist für mich selbstverständlich.« epd

Washington

Berichte: Iran bricht Kontakt mit US-Seite ab

Wenige Stunden vor Ablauf seines Ultimatums droht US-Präsident Trump dem Iran mit harschen Worten. Laut Berichten zieht Teheran daraus Konsequenzen

 07.04.2026

New York

Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Straße von Hormus

Seit dem Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ist die Meerenge für die Handelsschifffahrt weitgehend blockiert. Eine UN-Resolution zur Entschärfung der Lage ist nun gescheitert

 07.04.2026

Washington

Trump: »Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen«

Mit Drohungen hat der US-Präsident bereits in den Tagen vor Ablauf seiner Frist versucht, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Nun legt er noch einmal nach

 07.04.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragter gegen »Kufiyas in Buchenwald«

Vor dem Gedenken an die Befreiung des früheren NS-Konzentrationslagers wird über angekündigten propalästinensischen Protest gestritten. Felix Klein solidarisiert sich mit der Gedenkstättenleitung

 07.04.2026

Teheran

Landesweite Angriffe auf Verkehrsinfrastruktur im Iran

Mehrere Autobahnen und Eisenbahnbrücken wurden angegriffen. Israels Premierminister Netanjahu bestätigt die Angriffe und sagt, dass die Ziele von den Revolutionsgarden genutzt würden

 07.04.2026 Aktualisiert

Teheran

Iran meldet Angriff auf Eisenbahnbrücke

Israels Militär droht mit Angriffen auf das iranische Schienennetz. Nur wenige Stunden später meldet der Iran die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Iran-Krieg

Medien: USA greifen Dutzende Ziele auf Ölinsel Charg an

Bereits Mitte März hat das US-Militär die Insel Charg im Persischen Golf bombardiert. Nun berichten US-Medien über neue Angriffe

 07.04.2026 Aktualisiert

Türkei

Schüsse vor Israels Konsulat in Istanbul – Ein Angreifer tot

Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul sind Schüsse gefallen. Einer von drei Angreifern wird nach offiziellen Angaben getötet. Was steckt dahinter?

 07.04.2026 Aktualisiert