Berlin

Friedrich Merz besucht Israel

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt am Sonntag in Angola an. Foto: picture alliance/dpa

Friedrich Merz bereitet seine erste Reise nach Israel als deutscher Regierungschef vor. Nach Informationen der »Times of Israel« soll der Besuch am 6. und 7. Dezember stattfinden.

Während seines Aufenthalts will Merz Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen. Besuchen wird er auch Yad Vashem. Für den CDU-Politiker, der seit Mai im Amt ist, ist dies der erste Besuch in Israel. Als Oppositionsführer war er bereits dort.

Das traditionell enge Verhältnis zwischen Berlin und Jerusalem hatte zuletzt unter Druck gestanden. Denn Deutschland hatte im August Teile seiner Rüstungsexporte nach Israel auf Eis gelegt – als Reaktion auf die Entscheidung des israelischen Kabinetts, Gaza-Stadt komplett einzunehmen, um die Hamas zusätzlich unter Druck zu setzen.

Lesen Sie auch

Die Geiselkrise ist nicht zuletzt wegen des israelischen Vorgehens in Gaza – in Kombination mit diplomatischen Bemühungen der US-Regierung – inzwischen fast gelöst, die Situation in Gaza allerdings nicht, denn die Hamas will sich nicht entwaffnen lassen und baut ihre Macht wieder aus.

Die Bundesrepublik ist nach den USA der zweitgrößte Waffenlieferant Israels und gilt innerhalb der EU als dessen wichtigster Unterstützer. Auch umgekehrt wird Waffenhandel betrieben. Deutschland kauft das israelische Raketenabwehrsystem »Arrow 3«.

Nach dem jüngsten Waffenstillstand im Gazastreifen steht Berlin nun vor einem Kurswechsel: Die Bundesregierung will den teilweisen Stopp von Waffenlieferungen an Israel noch heute wieder aufheben. im

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Lettland

Deutsche Städte gedenken der nach Riga deportierten Juden

1941/42 wurden mehr als 25.000 Juden aus Deutschland und Österreich zur Vernichtung in die lettische Hauptstadt deportiert. Daran gedachten nun Vertreter aus 30 deutschen Städten

 03.07.2026

Karlsruhe

Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Seit Monaten geht die Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Hamas-Anhänger vor, die Waffen für die Organisation geschmuggelt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter ist jetzt in deutscher U-Haft

 03.07.2026

Iran

Wollte Israel iranische Unterhändler töten?

Wie die »New York Times« berichtet, fürchtete die Trump-Administration bei den Iran-Verhandlungen die gezielte Tötung der iranischen Delegierten Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf durch Israel

 03.07.2026

Studie

AJC warnt vor AfD-Regierungsübernahme

Zum AfD-Bundesparteitag hat das American Jewish Committee eine Analyse über den Landesverband in Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Die Aussage ist eindeutig

 03.07.2026

Gesellschaft

Filmproduzentin Brauner: Die Erinnerungskultur ist gescheitert

Die Hintergründe

von Hannah Krewer  03.07.2026

Vereinigte Staaten

Trump: »Warum Juden Demokraten wählen, ist mir ein Rätsel«

Im CNBC-Interview hat sich der US-Präsident erneut abschätzig über amerikanische Juden geäußert, die seine Politik nicht goutieren

 03.07.2026

Iran

Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Chamenei beginnen Samstag

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. Mehrere Tage lang herrscht dafür im Iran Ausnahmezustand

 03.07.2026

Interview

»Ich nehme die Kritik sehr ernst«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Im Interview blickt er zurück und zieht Bilanz

von Leticia Witte  03.07.2026