Pro-Terror-Post

Fall Mazraoui: Zentralrat der Juden fordert härtere Konsequenzen

Noussair Mazraoui (FC Bayern München) am 8. Oktober Foto: picture alliance / DeFodi Images

In der Debatte um einen Pro-Hamas-Beitrag von Bayern-Profi Noussair Mazraoui wünscht sich Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, vom deutschen Fußball-Rekordmeister ein härteres Vorgehen. Schuster forderte in der »Süddeutschen Zeitung« (Dienstag) »sichtbar harte Konsequenzen gegenüber dem Spieler«.

Die Münchner müssten so dafür sorgen, »dass sich Entgleisungen solcher Art nicht wiederholen«. Die Bayern-Führung hatte Mazraoui nach einem ausführlichen und klärenden Gespräch, wie es in einer Vereinsmitteilung vom Freitag hieß, nicht sanktioniert.

Für das Champions-League-Duell am Dienstag bei Galatasaray Istanbul steht der 25 Jahre alte Mazraoui wieder im Bayern-Kader. Zuletzt hatte der Nationalspieler Marokkos zwar im Aufgebot für das Spiel in Mainz gefehlt, dies aber wegen einer Oberschenkelverletzung und nicht aufgrund seines Social-Media-Beitrags.

Unmissverständliche Verurteilung

Mazraoui hatte in den sozialen Netzwerken ein Video verbreitet, in dem den Palästinensern im Konflikt mit Israel ein Sieg gewünscht wurde. In der nach dem Gespräch mit der Bayern-Spitze verbreiteten Club-Mitteilung hieß es unter anderem, Mazraoui verurteile »jede Art des Terrorismus und jede Terrororganisation«.

Schuster erklärte nun, er habe von Mazraoui erwartet, dass »ein Fußballprofi, der auch eine Vorbildfunktion hat, vor diesem Hintergrund unmissverständlich den Hamas-Terror verurteilt, sich zum Existenzrecht Israels bekennt und Antisemitismus auf deutschen Straßen ablehnt«. Solche expliziten Aussagen waren in dem vom Club verbreiteten Statement Mazraouis nicht enthalten.

Deutliche Haltung

Dass der FC Bayern mit Mazraoui nach dessen »unsäglichem Instagram-Post und seinem nun sehr dünnen Statement« das Gespräch gesucht und nicht aus dem Kader gestrichen habe, sei nachvollziehbar, wird Schuster in der »Süddeutschen Zeitung« zitiert. »Bei einem einfachen Rapport kann es nun aber nicht bleiben«, mahnte er.

Zugleich lobte Schuster den FC Bayern für seine »stets deutliche Haltung gegenüber Israel und jüdischem Leben in Deutschland«. Bayern-Trainer Thomas Tuchel sagte am Montag, man habe viel mit Mazraoui gesprochen, »wir haben uns sehr tief und grundlegend mit der Thematik befasst«. dpa

Deutschland

Morddrohung gegen Charlotte Knobloch nach AfD-Wahlsieg

Die Gewaltandrohung steht in explizitem Zusammenhang mit dem Wahlsieg der AfD. Knobloch sagt aus Sicherheitsgründen Veranstaltung ab

 11.09.2026

Berlin

Juden im Visier? Mutmaßliche Hamas-Leute in Berlin angeklagt

Sturmgewehr, Pistolen, Munition: Mutmaßliche Mitglieder der Hamas sollen von Deutschland aus Waffen für Anschläge der Terrorvereinigung besorgt haben. Die Bundesanwaltschaft zieht erneut vor Gericht

 11.09.2026 Aktualisiert

Meinung

Droht in Sachsen-Anhalt eine Allianz der Antisemiten?

In Sachsen-Anhalt könnte es zu einer Zusammenarbeit zwischen AfD und BSW, die potenziell gravierende Folgen hat für die jüdische Gemeinschaft

von Igor Matviyets  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026

Hamburg

Senator Grote unterstützt Prüfung von AfD-Verbotsverfahren

Nach dem Wahlerfolg der rechtsextremistischen AfD in Sachsen-Anhalt könnte die Partei an die Regierung kommen. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz hält es für einen logischen Schritt, nun ein Verbot zu prüfen

 11.09.2026

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

Tel Aviv

Antisemitische 9/11-Verschwörungsmythen tauchen zum 25. Jahrestag wieder auf

Die israelische Organisation CyberWell dokumentiert entsprechende Beiträge auf mehreren großen Social-Media-Plattformen

 11.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026