Sicherheit

Experte befürchtet Terror-Angriffe gegen Juden in Europa

Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien, leitet International Centre for the Study of Radicalisation am King’s College London. Foto: picture alliance/dpa

Terrorismus-Experte Peter Neumann warnt angesichts des Nahost-Kriegs vor einer neuen Terrorwelle in Deutschland und Europa. Die Israel-Palästina-Frage sei für viele gewaltbereite Islamisten »die Mutter aller Konflikte«, sagte der Wissenschaftler des Londoner King’s College am Mittwoch im Deutschlandfunk. Die dramatischen Kriegsbilder aus dem Gazastreifen führten überdies zu einer »unglaublichen emotionalen Radikalisierung«.

Laut Neumann werden Islamisten aus dem Westen vor diesem Hintergrund verstärkt aktiv. Dies sei bereits in mehreren Ländern zu beobachten. Allerdings gebe es derzeit keine realistische Option, ins Konfliktgebiet zu reisen, um dort an der Seite palästinensischer Terroristen zu kämpfen.

»Die Hamas wirbt keine ausländischen Kämpfer an«, so Neumann. Radikalisierte Personen in Europa könnten sich daher überlegen: »Was kann ich hier machen?« Denkbar seien Anschläge gegen jüdische Einrichtungen.

»Die Sicherheitsbehörden sollten schnell und intensiv die richtigen Weichen stellen«, forderte Neumann. Er warb für einen entsprechenden Aktionsplan, den Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) proaktiv auf den Weg bringen müsse. »Wir dürfen nicht erst darauf warten, dass ein Anschlag passiert«, betonte der Experte. kna

Nahost

Iran lehnt Beschränkungen des Atomprogramms ab

US-Präsident Trump hatte dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht, sollte es sich einem Nuklear-Abkommen verweigern

 28.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen, aber dennoch die Mehrheit darstellen«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026