Interreligiöser Dialog

Evangelische Kirche und Zentralrat der Juden wollen mehr Austausch

Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland Foto: picture alliance / Ipon

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und der Zentralrat der Juden wollen ihren Austausch intensivieren. Anlässlich eines Treffens des Präsidiums des Zentralrats mit einer Delegation der EKD erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster, der Austausch fördere »die gemeinsame Verbundenheit in einer Zeit, in der jüdisches Leben zunehmend aus der Öffentlichkeit gedrängt werden soll«.

Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs sagte, der Austausch sei »ein deutliches Zeichen dafür, dass wir jegliche Form von Antisemitismus und Menschenverachtung ablehnen und weiter die Verständigung über ethische und politische Themen im Miteinander und für unsere Kirchen- und Synagogengemeinden suchen«.

Bislang kein fester Turnus für Treffen

Ein EKD-Sprecher erläuterte auf Nachfrage, dass es bislang keinen festen Turnus für die Gespräche zwischen der EKD und dem Zentralrat der Juden gibt. Beim Treffen am Mittwoch sollte ein solcher Turnus festgelegt werden.

Jüdisch-christliche Begegnungen gibt es auf unterschiedlichen Ebenen. Dazu zählen nach Angaben des EKD-Sprechers unter anderem die jährlichen Begegnungen des EKD-Rates mit den Rabbinerkonferenzen und der Austausch zwischen den Vorsitzenden der jeweiligen Räte.

Beim Treffen am Mittwoch ging es den Angaben zufolge auch um die Angriffe auf Jüdinnen und Juden, die Bedrohungen für die Demokratie durch das Erstarken extremistischer Kräfte und den interreligiösen Dialog. Thema waren demnach auch gesellschaftspolitische und ethische Themen wie der neue Wehrdienst und Organspende. epd

Nahost

Wie der Konflikt im Libanon den US-Deal mit Iran gefährdet

Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

von Hans Dahne, Christoph Meyer, Mathis Richtmann  19.06.2026

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

 19.06.2026

Bayreuth

Bayreuther Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun doch stattfinden

Eine Gedenkveranstaltung zum Bayreuther Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Michel Friedman und Charlotte Knobloch zeigen sich entsetzt – jetzt rudert das weltbekannte Opernfestival zurück

 19.06.2026

Washington D.C.

Republikaner kritisieren Trumps Iran-Abkommen ungewöhnlich scharf

»Die Geschichte zeigt, dass es eine außergewöhnlich schlechte Idee ist, Milliarden Dollar an theokratische Verrückte zu geben, die uns ermorden wollen«, sagt Senator Ted Cruz

 19.06.2026

Wahlkampf in Israel

Trump signalisiert Unterstützung für Netanjahu

»Ich werde mir ansehen müssen, wer kandidiert, aber ich mag Bibi sehr«, sagt der amerikanische Präsident

 19.06.2026

Genf

Absage aus Bern: Heute keine USA-Iran-Gespräche

Abkommen unterzeichnet, Treffen abgesagt: Die geplante Gesprächsrunde in der Schweiz findet heute doch nicht statt

 19.06.2026

Bayreuth

Scharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung

Eine Gedenkveranstaltung zum Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Charlotte Knobloch ist entsetzt über die Bayreuther Festspiele

 19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026