Berlin

»Es braucht einen wehrhaften Staat«

Christoph Heubner, Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees Foto: picture alliance / ZB

Berlin

»Es braucht einen wehrhaften Staat«

Auschwitz Komitee warnt zum 90. Jahrestag der »Machtergreifung«

 30.01.2023 11:30 Uhr

Das Internationale Auschwitz Komitee hat am 90. Jahrestag der Machtübernahme Adolf Hitlers am 30. Januar 1933 zu einer entschlossenen Verteidigung der Demokratie aufgerufen.

»Die Demokratie und die Republik brauchen dringend Bürgerinnen und Bürger, die sie schätzen und schützen, und sie braucht einen wehrhaften Staat, der mit all seinen Institutionen die Feinde der Demokratie im Auge hat und die Republik verteidigt«, erklärte der Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, am Montag.

Es sei gefährlich und zerstörerisch für die Demokratie, wenn sich in Institutionen wie der Polizei und dem Militär rechtsextreme Gesinnungen und Verhaltensweisen zeigten, warnte Heubner. »Dies alles ist die Lehre, die uns gerade dieser 30. Januar 2023 nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa auferlegt.«

Für die jüdischen Überlebenden der deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager sei der 30. Januar 1933 der Anfang vom Ende gewesen. »Sie erlebten, wie die Freiheit und die Republik in wenigen Wochen geschreddert wurden, und sie erlebten wie sich ihre vertrauten Nachbarn in Menschen verwandelten, deren Hass sie ausgesetzt waren«, so Heubner.

Nur eine kleine Minderheit der Deutschen habe der Entwicklung widerstanden und sei dafür selbst verfolgt worden. Der 30. Januar 1933 bleibe im Kalender der Demokratie mit großem Ausrufezeichen eingeschrieben. kna

Meinung

Sicherheitsrat? Wichtiger ist doch, dass Deutschland Weltmeister wird!

Deutschland scheitert in New York mit seiner Bewerbung für den UN-Sicherheitsrat - und die versammelte Schwarmintelligenz weiß auch warum. Spoiler-Alert: Es hat etwas mit Annalena Baerbock zu tun. Oder mit Israel

von Michael Thaidigsmann  04.06.2026

Nahost

Unifil-Soldat stirbt nach Angriff im Südlibanon

Nach Angaben der UN erlag der Unifil-Angehörige in den frühen Morgenstunden seinen Verletzungen. Woher kam der Beschuss?

 04.06.2026

Judenhass

Antisemitische Vorfälle in Sachsen-Anhalt nehmen weiter zu

Die Meldestelle RIAS dokumentiert für 2025 rund ein Drittel mehr Vorkommnisse als im Vorjahr

 04.06.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor islamistischer Einflussnahme auf deutsche Institutionen

Laut BfV-Chef Sinan Selen geht es nicht um kurzfristige Aktionen, sondern langfristig angelegte Strategien, die auf eine Veränderung politischer Entscheidungsprozesse abzielen

 04.06.2026

Flensburg

Jüdin darf bei Antisemitismus-Prozess keine Davidsternkette tragen

Ausgerechnet bei einem Prozess wegen eines antisemitischen Aushangs kommt es zu einem antisemitischen Vorfall

 04.06.2026

POWER LIST – Germany’s Top 50

Hape Kerkeling bekommt Sonderpreis für Zivilcourage

Auch die Ärztin und Bestsellerautorin Yael Adler, Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sowie JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel wurden ausgezeichnet

von Imanuel Marcus  04.06.2026

Berlin

Michael Roth geht mit Israel-Politik der SPD hart ins Gericht

Als sozialdemokratischer Abgeordneter hat er jahrelang die Außenpolitik seiner Partei im Bundestag mitbestimmt. Mit seinen Nachfolgern ist er mehr als unzufrieden

 04.06.2026

New York

Antisemitische Straftaten treiben Hasskriminalität nach oben

Moshe Spern von der Organisation United Jewish Teachers, macht Bürgermeister Zohran Mamdani mit verantwortlich: »Er trägt zu diesem Problem bei, und er weiß es.«

 04.06.2026

New York

Kein Sitz für Deutschland im UN-Sicherheitsrat

Deutschland scheitert mit der Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Österreich und Portugal setzen sich stattdessen durch

 04.06.2026