Rheinland-Pfalz

Erstes Bundesland richtet Beratung gegen Hetze im Internet ein

Foto: imago

Rheinland-Pfalz richtet als erstes Bundesland eine Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet ein. Das Angebot solle Hilfe bei digitaler Gewalt bieten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, teilte das Familienministerium am Donnerstag mit.

Die Mitarbeiter könnten etwa bei juristischen Schritten und der Sicherung von Beweisen helfen, über Möglichkeiten zum Schutz des eigenen Accounts informieren, aber auch psychosoziale Beratung zum Umgang mit Beleidigungen und Drohungen leisten. »Die Flut an Hass-Botschaften bis hin zur Gewaltandrohungen im Internet nimmt zu«, betonte Ministerin Anne Spiegel (Grüne). Oft wüssten Betroffene nicht, wie sie sich dagegen wehren könnten.

Das Beratungsangebot soll bei der Fachstelle m*power in Koblenz angesiedelt werden und ab Herbst mit zwei Vollzeitstellen starten. Es handelt sich laut Ministerium um das erste Beratungsangebot eines Bundeslandes zu digitaler Gewalt; bundesweit gibt es dazu die Organisation Hateaid.

Das Angebot ist eines von mehreren, mit denen Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze vorgehen will. Unter anderem wurde im September eine landesweite Meldestelle eingerichtet, die antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Vorfälle dokumentiert. kna

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Teheran

Iran prüft US-Vorschlag

In den Streitigkeiten um die Straße von Hormus und die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gehen diplomatische Bemühungen weiter. Jetzt meldet sich Irans Außenamtssprecher

 06.05.2026

Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Wieder ist ein antisemitischer Schriftzug in Berlin aufgetaucht. Dieses Mal traf es das Holocaust-Mahnmal

 06.05.2026

Analyse

»Kill all Jews« - Neue und alte Bedrohungen für Juden - Terrorexperte erwartet härtere Anschläge

Fast täglich konnte man zuletzt Nachrichten über Attacken und Hass gegen Juden in Europa lesen - nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit Gruppen, die in Verbindung zum Iran stehen. Was das mit Betroffenen macht

von Leticia Witte und Christoph Schmidt  06.05.2026

München

Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch

»Antisemitische Ausdrucksformen wurden enthemmter, bedrohlicher und direkter«, sagt Annette Seidel-Arpacı, die Leiterin von RIAS Bayern

 06.05.2026

Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

Kern der laufenden Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll

 06.05.2026

Berlin

Hubig besorgt über Zulauf zu militanten Rechtsextremisten

In mehreren Bundesländern laufen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten. Was die Bundesjustizministerin dazu sagt

 06.05.2026

New York

USA unterstützen UN-Resolution zu möglichen Iran-Sanktionen

Dem Regime in Teheran werden in einem von den USA unterstützten Entwurf »wirksame Maßnahmen entsprechend der Schwere der Lage, einschließlich Sanktionen« angedroht

 06.05.2026

Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Der Präsident begründet dies mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein Abkommen. Außenminister Rubio hatte zuvor dagegen erklärt, das »Project Freedom« stelle nun den Schwerpunkt dar

 06.05.2026