Rheinland-Pfalz

Erstes Bundesland richtet Beratung gegen Hetze im Internet ein

Foto: imago

Rheinland-Pfalz richtet als erstes Bundesland eine Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet ein. Das Angebot solle Hilfe bei digitaler Gewalt bieten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, teilte das Familienministerium am Donnerstag mit.

Die Mitarbeiter könnten etwa bei juristischen Schritten und der Sicherung von Beweisen helfen, über Möglichkeiten zum Schutz des eigenen Accounts informieren, aber auch psychosoziale Beratung zum Umgang mit Beleidigungen und Drohungen leisten. »Die Flut an Hass-Botschaften bis hin zur Gewaltandrohungen im Internet nimmt zu«, betonte Ministerin Anne Spiegel (Grüne). Oft wüssten Betroffene nicht, wie sie sich dagegen wehren könnten.

Das Beratungsangebot soll bei der Fachstelle m*power in Koblenz angesiedelt werden und ab Herbst mit zwei Vollzeitstellen starten. Es handelt sich laut Ministerium um das erste Beratungsangebot eines Bundeslandes zu digitaler Gewalt; bundesweit gibt es dazu die Organisation Hateaid.

Das Angebot ist eines von mehreren, mit denen Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze vorgehen will. Unter anderem wurde im September eine landesweite Meldestelle eingerichtet, die antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Vorfälle dokumentiert. kna

Berlin

Zentralrat der Juden kritisiert Antisemitismus-Papier von Linken, Grünen und SPD

Die mutmaßliche neue Regierung will mit Gremien gegen antisemitische Ausfälle von Abgeordneten der Koalition vorgehen. Den Zentralrat der Juden, die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die WerteInitiative überzeugt das nicht

 08.10.2026

Nahost

Huthis greifen Flughafen in Riad an

Die Huthi und die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung bekämpfen sich im Jemen weiter. Auch Saudi-Arabien gerät immer wieder selbst in die Schusslinie. Droht eine weitere Eskalation am Golf?

 08.10.2026

Clan-Kontakte

Berliner SPD-Chef fordert Ausschluss von Ferat Koçak

Auch die Linken-Landesvorsitzende betonte, die Aufklärung sei noch nicht abgeschlossen

 08.10.2026

Kommentar

Allein mir fehlt der Glaube

Die Spitzen von Linken, Grünen und SPD in Berlin haben bei ihren Sondierungen in Berlin ein dreiseitiges Papier zur Bekämpfung von Antisemitismus vereinbart. Eine Einordnung

von Michael Thaidigsmann  08.10.2026

Washington D.C.

Medien: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran

Seit Wochen gibt es im Krieg der USA gegen den Iran keine sichtbaren Fortschritte. Kurz vor den wichtigen Zwischenwahlen könnte US-Präsident Trump die Situation noch einmal eskalieren lassen

 08.10.2026

Gedenken

Litfaßsäulen in Berlin sollen an NS-Deportationen erinnern

Mehr 1000 jüdische Berlinerinnen und Berliner Juden wurden mit dem ersten sogenannten »Osttransport« aus der Hauptstadt deportiert. Eine neues Projekt soll an die Opfer des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs erinnern

 08.10.2026

7. Oktober

»Wir erinnern nicht schweigend«

Melody Sucharewitz über ihren Kampf gegen das Vergessen des 7. Oktober bei der Gedenkveranstaltung auf dem Bebelplatz in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut

von Melody Sucharewicz  08.10.2026

9. Oktober 2019

Gedenken zum Jahrestag des Anschlags von Halle

Der antisemitische Anschlag von Halle jährt sich am Freitag zum siebenten Mal. Die jüdische Gemeinde, Kirchen, Stadt und zivilgesellschaftliche Gruppen planen Gedenkveranstaltungen auch an den Anschlagsorten

 08.10.2026

Diplomatische Beziehungen

Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Israel reagiert auf britische Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik, mehrere Diplomaten verlassen das Land. Gänzlich geschlossen wird das britische Konsulat in Ost-Jerusalem aber doch nicht

 08.10.2026