Rheinland-Pfalz

Erstes Bundesland richtet Beratung gegen Hetze im Internet ein

Foto: imago

Rheinland-Pfalz richtet als erstes Bundesland eine Beratungsstelle gegen Hass und Hetze im Internet ein. Das Angebot solle Hilfe bei digitaler Gewalt bieten und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, teilte das Familienministerium am Donnerstag mit.

Die Mitarbeiter könnten etwa bei juristischen Schritten und der Sicherung von Beweisen helfen, über Möglichkeiten zum Schutz des eigenen Accounts informieren, aber auch psychosoziale Beratung zum Umgang mit Beleidigungen und Drohungen leisten. »Die Flut an Hass-Botschaften bis hin zur Gewaltandrohungen im Internet nimmt zu«, betonte Ministerin Anne Spiegel (Grüne). Oft wüssten Betroffene nicht, wie sie sich dagegen wehren könnten.

Das Beratungsangebot soll bei der Fachstelle m*power in Koblenz angesiedelt werden und ab Herbst mit zwei Vollzeitstellen starten. Es handelt sich laut Ministerium um das erste Beratungsangebot eines Bundeslandes zu digitaler Gewalt; bundesweit gibt es dazu die Organisation Hateaid.

Das Angebot ist eines von mehreren, mit denen Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze vorgehen will. Unter anderem wurde im September eine landesweite Meldestelle eingerichtet, die antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Vorfälle dokumentiert. kna

Medien

Holger Friedrich, die Juden und ihre offenen Rechnungen nach dem Fall der Mauer

Der Verleger der »Berliner Zeitung« gibt im Gespräch mit Jakob Augstein einmal mehr Einblicke in sein krudes Geschichtsverständnis

von Ralf Balke  08.02.2026

Meinung

Francesca Albanese neben Hamas-Funktionär und Mullah-Minister

Die UN-Sonderberichterstatterin teilte sich bei »Al Jazeera« ein Podium mit Repräsentanten einer Terrororganisation und eines Mörderregimes. Wann hat dieses Verhalten endlich Konsequenzen für sie?

von Sacha Stawski  08.02.2026

Washington

Berichte: Trumps »Friedensrat« tagt am 19. Februar zu Gaza

Der von US-Präsident Trump ins Leben gerufene »Friedensrat« soll erstmals über die weitere Entwicklung im Gazastreifen beraten. Dabei geht es auch ums Geld

 08.02.2026

Replik

Ein starkes Kurdistan kann Israels Partner werden

In der aktuellen Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen äußert sich die Expertin Ofra Bengio skeptisch zur Chance eines kurdisch-israelischen Bündnisses in Nahost. Eine Replik des Bundesvorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschland

von Ali Ertan Toprak  07.02.2026

Libanon

Kreise: Hochrangiger Hisbollah-Funktionär tritt zurück

Die Hisbollah im Libanon steht unter Druck: Sie soll sich entmilitarisieren. Nun tritt ein prominenter Funktionär zurück

 07.02.2026

Nahost

Trump: Anfang nächster Woche wieder Gespräche mit Iran

Nach den wiederaufgenommenen Verhandlungen mit dem Iran erhöht der US-Präsident mit einer Zoll-Drohung den Druck auf Teheran. Kurz darauf erzählt er, wie die Gespräche aus seiner Sicht liefen

 07.02.2026

Protest

Tausende demonstrieren in Berlin für Freiheit im Iran

Sie wollen den Menschen im Iran eine Stimme verleihen. Zahlreiche Organisationen und politische Persönlichkeiten versammeln sich am Brandenburger Tor. Etliche bangen um Angehörige in der Heimat

 07.02.2026 Aktualisiert

Extremismus

AfD: Björn Höcke zitiert abermals Nazi-Parole

Der AfD-Politiker Höcke ist wegen einer verbotenen Nazi-Parole bereits verurteilt worden. Jetzt prüft die Polizei einen neuen Vorfall. Doch Abgeordnete stehen unter besonderem Schutz

 06.02.2026

München

Jüdische Gemeinde erhält Drohbrief mit Patrone

Der Staatsschutz der bayerischen Polizei ermittelt

von Imanuel Marcus  06.02.2026