München

Ermittlungen nach Angriff auf Rabbiner laufen

Foto: imago

Die Umstände des Angriffs auf den Münchner Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen seien noch am Laufen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Münchner Gemeinderabbiner, der eine Kippa trug, fuhr am Donnerstagabend mit der Straßenbahn. Nachdem er am Isartor ausgestiegen war, wurde er laut Polizei von vier jungen Männern verfolgt.

Die Unbekannten sollen ihn dabei beleidigt und wiederholt abfällig über den Staat Israel gesprochen haben, nach Wahrnehmung des Verfolgten auf arabisch. Das Kommissariat für politisch motivierte Kriminalität des Münchner Polizeipräsidiums ermittelt seitdem wegen Beleidigung und sucht Zeugen.

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden.

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hatte daraufhin mangelnde Zivilcourage kritisiert. Leute, die den Vorfall offensichtlich gesehen hätten, seien dem Rabbiner nicht zu Hilfe geeilt oder hätten die Polizei verständigt. Das mache ihn betroffen und sei eine Schande..

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden, auch in München. Vor knapp einem Jahr waren ein Rabbiner und seine beiden Söhne nach einem Besuch in der Synagoge Opfer eines antisemitischen Übergriffs geworden. Laut Polizei wurden sie beleidigt und sogar bespuckt. dpa

Kommentar

Die Schatten der Vergangenheit sind lang

Wie der Hessische Rundfunk über jüdische Grundstücke stolpert

von Daniel Neumann  18.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Wuppertal

Brandanschlag auf Synagoge: Staatsanwaltschaft geht von Judenhass aus

Der 37 Jahre alte mutmaßliche Täter soll aus antisemitischen Gründen gehandelt haben

 18.09.2026

Tel Aviv

Shin-Bet-Chef: Wir finden alle Hamas-Terroristen vom 7. Oktober

»Wir haben euch verfolgt, wir verfolgen euch und wir werden euch bis zum letzten Mitverschwörer verfolgen«, sagt Shin-Bet-Chef David Zini

 18.09.2026

Jerusalem

Warum ein Ex-Shin-Bet-Chef Israelis dazu aufruft, zu Jom Kippur in der Synagoge ihre Waffen zu tragen

Die Verantwortlichen der Synagogen sollten dafür sorgen, dass bewaffnete Menschen kommen, sagt Arik Barbing

 18.09.2026

Erinnerungspolitik

Weimer wirft AfD »Frontalangriff« auf Integrität der Republik vor

In den Positionen der Rechtsaußenpartei sieht der Kulturstaatsminister einen Angriff auf das moralische Selbstverständnis der Bundesrepublik

von Corinna Buschow, Karsten Frerichs  18.09.2026

Martin Hikel (3.v.l, SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln, nimmt vor dem Rathaus Neukölln an der Aktion „Berlin trägt Davidstern“ teil.

Berlin

Solidarität nach Angriff auf Frau mit Davidstern

Stadtweit waren Berlinerinnen und Berliner zum Tragen eines Magen David aufgerufen. In Neukölln kam es auch zu Pöbeleien

 18.09.2026

Sachsen-Anhalt

Jurist hält Bundeszwang »nicht für abwegig«

Falls eine AfD-geführte Landesregierung Verfassungsrecht oder Bundesgesetze missachten sollte, könnte der sogenannte Bundeszwang zum Einsatz kommen

 18.09.2026

Reaktionen

»Dass es hier in Wuppertal passiert und wieder passiert, das macht mich sprachlos«

Der Wuppertaler SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh ist einer von vielen Menschen, die sich zum Brandanschlag auf die Synagoge geäußert haben. Die Reaktionen im Überblick

 18.09.2026