München

Ermittlungen nach Angriff auf Rabbiner laufen

Foto: imago

Die Umstände des Angriffs auf den Münchner Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen seien noch am Laufen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Münchner Gemeinderabbiner, der eine Kippa trug, fuhr am Donnerstagabend mit der Straßenbahn. Nachdem er am Isartor ausgestiegen war, wurde er laut Polizei von vier jungen Männern verfolgt.

Die Unbekannten sollen ihn dabei beleidigt und wiederholt abfällig über den Staat Israel gesprochen haben, nach Wahrnehmung des Verfolgten auf arabisch. Das Kommissariat für politisch motivierte Kriminalität des Münchner Polizeipräsidiums ermittelt seitdem wegen Beleidigung und sucht Zeugen.

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden.

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hatte daraufhin mangelnde Zivilcourage kritisiert. Leute, die den Vorfall offensichtlich gesehen hätten, seien dem Rabbiner nicht zu Hilfe geeilt oder hätten die Polizei verständigt. Das mache ihn betroffen und sei eine Schande..

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden, auch in München. Vor knapp einem Jahr waren ein Rabbiner und seine beiden Söhne nach einem Besuch in der Synagoge Opfer eines antisemitischen Übergriffs geworden. Laut Polizei wurden sie beleidigt und sogar bespuckt. dpa

Parteien

Merz: Wollen Zusammenarbeit weder mit AfD noch mit Linken

Nach den ostdeutschen Landtagswahlen könnte eine Regierungsbildung ohne AfD und Linke unmöglich sein. Der Kanzler und CDU-Chef will sich darüber aktuell noch keine Sorgen machen

 23.02.2026

London

Epstein-Skandal: Peter Mandelson festgenommen

Nach Ex-Prinz Andrew wird nun auch das frühere Kabinettsmitglied Peter Mandelson wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Sexualstraftäter Epstein festgenommen

 23.02.2026

Debatte

Europäische Rabbiner für Social-Media-Verbot für Kinder

Parteien, Wissenschaftler und nun auch Rabbiner - die Unterstützung für ein Social-Media-Verbot für Minderjährige wächst. Gleichzeitig mehren sich auch die mahnenden Stimmen, die betonen: Ein Verbot allein reicht nicht.

von Johannes Peter Senk  23.02.2026

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Wiesbaden/Mainz 

AfD-Familienbande zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen

Vorwürfe der Vetternwirtschaft: Auch zwischen den AfD-Landtagsfraktionen in Mainz und Wiesbaden gibt es familiäre Verbindungen. Nur wegen der Fachkompetenz, betont die Partei

 23.02.2026

Düsseldorf

Proteste gegen Höcke-Reden in NRW - Machtkampf in der AfD

Begleitet von Protesten reist AfD-Politiker Höcke durch NRW. Das stärkt den rechten Flügel der nordrhein-westfälischen AfD - und das kurz vor einem womöglich richtungsweisenden Landesparteitag

von Marc Herwig  23.02.2026

Göttingen

Ehrendoktortitel für Holocaust-Überlebenden Leon Weintraub

Auch Ehrung mit Friedenspreis geplant

 23.02.2026

Teheran

Proteste an iranischen Universitäten halten an

Anfang Januar wurden Massenproteste im Iran brutal niedergeschlagen. Entsprechend verzögerte sich der Beginn des neuen Semesters. Nun startet es mit neuen Demonstrationen

 23.02.2026

USA

Nach Epstein-Vorwürfen: Tucker Carlson entschuldigt sich bei Isaac Herzog

Der rechte Moderator: »Es gibt nichts Schlimmeres, als den Ruf eines unschuldigen Mannes zu beschädigen. Es tut mir leid, angedeutet zu haben, ich wüsste etwas, das ich nicht wusste.«

 23.02.2026