München

Ermittlungen nach Angriff auf Rabbiner laufen

Foto: imago

Die Umstände des Angriffs auf den Münchner Gemeinderabbiner Shmuel Aharon Brodman sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen seien noch am Laufen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Münchner Gemeinderabbiner, der eine Kippa trug, fuhr am Donnerstagabend mit der Straßenbahn. Nachdem er am Isartor ausgestiegen war, wurde er laut Polizei von vier jungen Männern verfolgt.

Die Unbekannten sollen ihn dabei beleidigt und wiederholt abfällig über den Staat Israel gesprochen haben, nach Wahrnehmung des Verfolgten auf arabisch. Das Kommissariat für politisch motivierte Kriminalität des Münchner Polizeipräsidiums ermittelt seitdem wegen Beleidigung und sucht Zeugen.

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden.

Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle (CSU) hatte daraufhin mangelnde Zivilcourage kritisiert. Leute, die den Vorfall offensichtlich gesehen hätten, seien dem Rabbiner nicht zu Hilfe geeilt oder hätten die Polizei verständigt. Das mache ihn betroffen und sei eine Schande..

In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder Angriffe auf Juden, auch in München. Vor knapp einem Jahr waren ein Rabbiner und seine beiden Söhne nach einem Besuch in der Synagoge Opfer eines antisemitischen Übergriffs geworden. Laut Polizei wurden sie beleidigt und sogar bespuckt. dpa

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Terror

Verfassungsschutz warnt vor Gefahr durch proiranische Extremisten in Europa

Politiker schlagen Alarm. Konstantin von Notz von den Grünen spricht von einer »neuen Dimension der Bedrohung«

 28.04.2026

Berlin

Gericht stoppt Extremismus-Einstufung von »Jüdischer Stimme«

Das Berliner Verwaltungsgericht stellt zwar fest, der Verein verneine das Existenzrecht Israels und zeige teilweise Verständnis für Gewalt gegen den jüdischen Staat, urteilt aber gegen seine Einstufung als extremistisch

 28.04.2026

Washington D.C.

Marco Rubio: In Teheran herrscht Dysfunktion

Der amerikanische Außenminister wirft der iranischen Regierung mangelnde Verlässlichkeit vor

 28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026