NS-Zeit

Erinnerung an die Befreiung des KZs Buchenwald

Gedenken in Buchenwald: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender Foto: picture alliance/dpa/AFP-POOL

Bei einem Gedenkakt zur Befreiung des NS-Konzentrationslagers Buchenwald hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier davor gewarnt, die »Barbarei« in der deutschen Geschichte vergessen zu wollen. »Denn wer sich nicht mehr daran erinnert, was geschehen ist, der hat auch vergessen, was geschehen kann«, sagte Steinmeier am Sonntag in Weimar.

Der Bundespräsident bezeichnete das Nebeneinander von Barbarei im KZ Buchenwald und einer Hochkultur im benachbarten Weimar als beunruhigend. »Das bleibt es bis heute«, fügte er hinzu. Buchenwald stehe für Rassenwahn, Folter, Mord und Vernichtung - und mit seiner Vielzahl von Opfergruppen »für die gesamte Barbarei der Nazis, für einen aggressiven Nationalismus nach Außen, für Diktatur und Unterdrückung im Innern, und für ein völkisches Denken«.

Am 11. April 1945 befreite die US-Armee die ausgemergelten Menschen in dem Lager.

Steinmeier sagte, dort seien Juden, Kommunisten und Demokraten eingekerkert und ermordet worden, ebenso Homosexuelle, sogenannte Asoziale, Sinti, Roma und sowjetische Kriegsgefangene. »Insgesamt wurden mindestens 56.000 Menschen in einem der größten Konzentrationslager auf dem Gebiet des nationalsozialistischen Deutschen Reiches getötet«, so der Bundespräsident. Am 11. April 1945 befreite die US-Armee die ausgemergelten Menschen in dem Lager.

Steinmeier betonte: »Ja, es war eine Diktatur, eine nationalsozialistische Herrschaft, die für grausamste Verbrechen und Völkermord verantwortlich war. Aber es waren Menschen, Deutsche, die anderen Menschen das antaten.« Das Staatsoberhaupt rief dazu auf, Personen entgegenzutreten, »die die Würde der Opfer heute bewusst missachten«.

Es gelte, die Erinnerung wachzuhalten. Steinmeier wörtlich: »Nicht, weil wir heute Verantwortung dafür tragen, was damals geschehen ist, sondern weil wir alle, die wir uns als Menschen begreifen, Verantwortung dafür tragen, dass Vergleichbares nie wieder geschieht.« kna

Medien

Nicholas Potter wechselt zu Axel Springer

Der Journalist verlässt die taz und wird ab dem 1. Juli als Chefreporter redaktionsübergreifend für mehrere Marken des Springer-Verlags arbeiten

 27.05.2026

Berlin

DIG warnt vor Wahl der Linken, des BSW und der AfD

Während alle Parteien erklärten, gegen Judenhass vorgehen zu wollen, vermisse man insbesondere bei Linken und BSW eine klare Benennung von israelbezogenem Antisemitismus, so Jochen Feilcke

 27.05.2026

München

Rückgang bei antisemitischen Straftaten in Bayern, Fallzahlen aber weiterhin hoch

Einen Mordversuch und weitere Gewalttaten mit antisemitischer Motivation registrierte die bayerische Polizei

 27.05.2026

Texas

Demokraten in Texas verhindern Kandidatur antisemitischer Bewerberin

Trotz ihrer Forderung, »amerikanische Zionisten« müssten inhaftiert werden, bekam die Kandidatin 36 Prozent der Stimmen

 27.05.2026

Kiel

Als Feinde markiert

In der Hafenstadt wurden Dutzende Plakate mit roten Hamas-Dreiecken aufgehängt, auf denen zu Gewalt gegen israelsolidarische Aktivisten aufgerufen wird. Was macht das mit den Betroffenen?

von Pascal Beck  27.05.2026

München

Mann wegen KZ-Nachbauten vor Finanzamt in U-Haft

Ein 33-Jähriger soll Holzbauten mit eindeutigen Bezügen zu den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten vor ein Finanzamt in Niederbayern gestellt haben. Was daraufhin passiert ist

 27.05.2026

Berlin

Anschlag am Holocaustmahnmal: Zweiter Verdächtiger festgenommen

Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll der Mann den Angreifer vor der Tat bestärkt haben

 27.05.2026

Jerusalem/New York

Caroline Glick als neue Generalkonsulin in New York im Gespräch

Die in den USA geborene Kandidatin ist in Israel für ihre klar konservative Linie bekannt

 27.05.2026

Teheran

Chamenei droht USA und Israel

Die Kämpfer der »Widerstandsfront« hätten »bemerkenswerte Siege« gegen »die beiden amerikanisch-zionistischen Terrorarmeen« errungen, sagt der neue Oberste Führer

 27.05.2026