Studie

»Durchweg hohe NS-Belastung«

Sitz des Bundesbildungsministeriums in Bonn Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

In der NS-Zeit belastete Personen waren einer Studie zufolge auch in den Vorgängerinstitutionen des Bundesbildungsministeriums in Führungspositionen tätig.

Wie das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Mittwoch in Berlin mitteilte, geht es in der Studie um die NS-Verstrickung der Mitarbeiter aus dem früheren Atom- und Forschungsministerium (1955-1972). »Die Erkenntnisse reihen sich in die Befunde zu anderen Ressorts ein, wonach in der frühen Bundesrepublik eine durchweg hohe NS-Belastung des staatlichen Spitzenpersonals vorhanden war«, teilte das Ministerium mit.

neubeginn Die Studie, die das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) im Auftrag des BMBF erstellt hat, belege auch eine »hohe Anpassungs- und Funktionsfähigkeit bestimmter Berufsgruppen von der Weimarer Republik über das NS-Regime bis in die frühe Bundesrepublik«, so das Ministerium. Im Atom- und Forschungsministerium sei der »Neubeginn fachlich eindeutiger als in den übrigen Ressorts«, weil es keine unmittelbare Vorgängerinstitution in der NS-Zeit gehabt habe.

Das BMBF sei sich seiner »Verantwortung bewusst«. Die vorgelegte Studie könne durch das Wissen um die Vergangenheit das demokratische Bewusstsein stärken, so das Ministerium. kna

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  01.10.2026

Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

Bei einer Veranstaltung im Rahmen des UN-Kongresses zur Verbrechensverhütung in Abu Dhabi diskutierten jüdische Organisationen über Strafverfolgung, digitale Beweismittel und den Schutz von Betroffenen

 01.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

Terrorismus

Sicherheitsbehörden verhindern Mordanschläge auf jüdische Ziele in Deutschland

Die Hintergründe

 01.10.2026

Washington D.C.

Keith Sonderling als US-Arbeitsminister bestätigt

In den Vereinigten Sraaten ist der in New York geborene Anwalt bereits der vierte Jude, der dieses Amt ausübt

 01.10.2026

Der RAF-Stützpunkt Fairford, im Hintergrund ein B1-Bomber

London

Vorfall bei US-Militärbasis: »Hinweise« auf Beteiligung eines Drittstaates

Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien kommen immer mehr Details ans Licht. Andy Burnham bestätigt nun eine mögliche Verbindung zu einem ausländischen Akteur.

 01.10.2026

Berlin

Linken-Politiker Ferat Koçak gibt Sitz im Innenausschuss ab

Der Wahlsieg der Linken lässt die Linken jubeln. Doch Fotos werfen Fragen zu Mitfeiernden auf. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete steht besonders in der Kritik und zieht nun Konsequenzen

 01.10.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD reden über Antisemitismus

Die drei potenziellen Koalitionspartner diskutieren nach der Wahl gemeinsam über Judenhass und organisierte Kriminalität. Warum das offiziell noch keine Sondierungen sind

 01.10.2026