Studie

»Durchweg hohe NS-Belastung«

Sitz des Bundesbildungsministeriums in Bonn Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

In der NS-Zeit belastete Personen waren einer Studie zufolge auch in den Vorgängerinstitutionen des Bundesbildungsministeriums in Führungspositionen tätig.

Wie das Ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Mittwoch in Berlin mitteilte, geht es in der Studie um die NS-Verstrickung der Mitarbeiter aus dem früheren Atom- und Forschungsministerium (1955-1972). »Die Erkenntnisse reihen sich in die Befunde zu anderen Ressorts ein, wonach in der frühen Bundesrepublik eine durchweg hohe NS-Belastung des staatlichen Spitzenpersonals vorhanden war«, teilte das Ministerium mit.

neubeginn Die Studie, die das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin (IfZ) im Auftrag des BMBF erstellt hat, belege auch eine »hohe Anpassungs- und Funktionsfähigkeit bestimmter Berufsgruppen von der Weimarer Republik über das NS-Regime bis in die frühe Bundesrepublik«, so das Ministerium. Im Atom- und Forschungsministerium sei der »Neubeginn fachlich eindeutiger als in den übrigen Ressorts«, weil es keine unmittelbare Vorgängerinstitution in der NS-Zeit gehabt habe.

Das BMBF sei sich seiner »Verantwortung bewusst«. Die vorgelegte Studie könne durch das Wissen um die Vergangenheit das demokratische Bewusstsein stärken, so das Ministerium. kna

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