Sachsen

Durchsuchung wegen Antisemitismus-Verdachts

Foto: dpa

Beamte des Landeskriminalamts Sachsen haben wegen des Verdachts der Volksverhetzung Wohnräume eines Tatverdächtigen in Chemnitz durchsucht.

Der Beschuldigte stehe in Verdacht, über ein Telegram-Profil zu Hass gegen in Deutschland lebende Juden aufgestachelt zu haben, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Donnerstag in Dresden mit.

Der 43-Jährige soll demnach zwischen August und September 2021 über ein Telegram-Profil mindestens fünf Postings verfasst haben, in denen er zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufforderte. Das Profil des Beschuldigten sei bundesweit bekannt. Inhalte wurden und werden demnach durch andere Nutzer in verschiedenen Telegram-Gruppen geteilt.

Die Durchsuchung wurde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Generalstaatsanwaltschaft Dresden vollzogen. Dabei seien Beweismittel in Form von Technik, Mobiltelefonen, Speichermedien und Datenträgern sichergestellt worden, hieß es.

Der Beschuldigte war den Angaben zufolge bisher mit Delikten wie Nötigung und Beleidigung polizeilich in Erscheinung getreten. Er wird der Reichsbürgerszene zugeordnet. epd

Michael Thaidigsmann

Haltlose Rüge aus Straßburg

Der Menschenrechtskommissar des Europarats wirft Deutschland »unangemessene Beschränkungen« propalästinensischer Proteste vor. Überzeugende Belege legt er jedoch nicht vor

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Nahost

Trump verlängert Waffenruhe: Wie es jetzt weitergehen könnte

Welche Szenarien sind jetzt denkbar?

von Cindy Riechau, Arne Bänsch  22.04.2026

Nahost

Behörde: Iran beschießt Frachter in Straße von Hormus

Immer wieder kommt es in der Straße von Hormus zu Angriffen auf Schiffe. Die britische Behörde UKMTO meldet nun gleich zwei Vorfälle

 22.04.2026

New York

Wegen Haltung der Demokraten zu Israel: Alan Dershowitz wird Republikaner

Seine bisherige Partei sei zur »antiisraelischsten Partei in der amerikanischen Geschichte« geworden, schreibt der jüdische Jurist

 22.04.2026

New York/London

IAEA-Chef: Iran-Abkommen ohne Kontrolle wertlos

Rafael Grossi warnt vor der »Illusion eines Abkommens« oder um ein Versprechen, dessen Einhaltung niemand sicher feststellen könne

 22.04.2026

London

Beratungen über Wiederöffnung der Straße von Hormus beginnen

Diskutiert werden sollen auch Einsatzkräfte, Führungsstrukturen sowie die Verlegung von Einheiten in die Region

 22.04.2026

Europäische Union

Keine Mehrheit für Strafmaßnahmen gegen Israel

Vor allem Spanien und Irland hatten vor der Sitzung der Außenminister in Luxemburg Druck gemacht und die Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel verlangt. Sie scheiterten erneut

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

Krieg

Trump verlängert Feuerpause mit dem Iran

Nur einen Tag zuvor hatte der US-Präsident den Schritt als sehr unwahrscheinlich bezeichnet

 22.04.2026