Antisemitismus

Düsseldorfs Bürgermeister will Video mit Farid Bang löschen lassen

Die umstrittenen Rapper Farid Bang (l.) und Kollegah beim Musikpreis Echo 2018 Foto: dpa

Nach nicht abreißender Kritik an der Kooperation mit dem Skandal-Rapper Farid Bang ist Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) bereit, ein umstrittenes Video aus dem Social-Media-Kanal der Stadt zu löschen.

Sollte sich die Mehrheit der demokratischen Fraktionen im Rat dafür aussprechen, werde er das Video löschen lassen. Das kündigte Geisel am Freitag in einem Brief an seine Wahlkampfunterstützer und SPD-Mitglieder an.

Der Rapper Farid Bang steht wegen antisemitischer, frauenfeindlicher und gewaltverherrlichender Texte immer wieder massiv in der Kritik.

Angesichts der kontroversen Diskussionen auch in seiner eigenen Partei stelle er sich die Frage, ob er richtig gehandelt habe, schreibt Geisel in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief.

Geisel hatte am Mittwoch einen Video-Clip der Stadt veröffentlichen lassen, in dem der wegen frauenfeindlicher, gewaltverherrlichender und antisemitischer Texte kritisierte Düsseldorfer Rapper feiernde junge Leute in der Altstadt zum Respekt vor den Corona-Regeln ermahnt.

MIGRATIONSHINTERGRUND Der Clip, mit dem Geisel vor allem junge Männer mit Migrationshintergrund ansprechen will, wurde quer durch die Parteien und auch von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf kritisiert. Das Video wurde laut Geisel mittlerweile bereits mehrere Hunderttausend Mal angeklickt.

https://www.youtube.com/watch?v=6RQz5Ltjpp8

Geisel entschuldigt sich in dem Brief dafür, dass auch viele Frauen und Mitglieder der Queer-Community »regelrecht entsetzt und zum Teil auch persönlich getroffen und verletzt« worden seien. Diesen Aspekt habe er »offensichtlich nicht gründlich genug recherchiert«.

Zur Toleranz gehöre aber auch, »Anschauungen, Lebensentwürfe und Äußerungen auszuhalten, die unseren Vorstellungen von zivilisatorischem Fortschritt und Political Correctness nicht entsprechen«. Zu dieser vielfältigen Gesellschaft gehörten auch Farid Bang, seine Fans und »die jungen Männer, die am Wochenende das Rheinufer unsicher machen«. dpa

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

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