Meinung

Dresden leuchtet

Damit hatten die Nazis nicht gerechnet: Am vergangenen Sonnabend stellten sich schätzungsweise 15.000 Dresdner den Rechtsextremisten in den Weg (vgl. S. 9). Mit einer Menschenkette durch die Altstadt verhinderten sie, dass das Gedenken an die Bombardierung durch die Alliierten vor 65 Jahren nicht von der »Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland« und anderen Neonazis aus ganz Europa für ihre Propaganda missbraucht werden konnte. Sitzblockaden zwangen die braunen Möchtegern-Marschierer, auf dem Neustädter Bahnhof zurückzubleiben. Bravo, endlich passiert mal was! Wird auch Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft nicht mehr alles bieten lässt. Und das über alle Generationen und sozialen Schichten hinweg. Ist es nicht die einfachste Art und Weise zu protestieren, indem man füreinander einsteht und sich die Hand reicht? Natürlich. Aber es passiert einfach viel zu selten. Insofern haben die Dresdner republikweit ein Zeichen gesetzt. Nun braucht es Nachahmungstäter. Nicht erst wieder am 13. Februar 2011, sondern jedes Mal, wenn es gilt, den Rechten in aller Öffentlichkeit Paroli zu bieten.

Einspruch

Das ZDF, der Fall Ayhan und die fatale Toleranz

Philipp Peyman Engel ärgert sich darüber, dass im Zeichen von Vielfalt und Diversität judenfeindliche Aussagen aus migrantischen Milieus immer häufiger geduldet werden

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Israel

Flügel an Flügel

Die Bundesluftwaffe nimmt an einer internationalen Großübung im Negev teil. Das Manöver begann mit dem Gedenken in Yad Vashem und einem Flug israelischer und deutscher Jets über Jerusalem

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EU-Parlament

Votum gegen Mittelkürzungen für Palästinenser

Mit 345 zu 291 Stimmen lehnte Parlament überraschend deutlich einen Vorschlag des eigenen Haushaltsausschusses ab

von Michael Thaidigsmann  21.10.2021

Leipzig

Westin Hotel: »Keine Maßnahmen gegen Mitarbeiter«

Ein 118-seitiges anwaltliches Gutachten sieht keine »objektivierbaren Anhaltspunkte« für die von Gil Ofarim erhobenen Antisemitismusvorwürfe

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Amadeu Antonio Stiftung

»Künftige Regierung muss mehr gegen Verschwörungstheorien tun«

Anetta Kahane: Umfassender Schutz jüdischer Einrichtungen notwendig

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Justiz

Itzehoer Stutthof-Prozess im Beisein der Angeklagten fortgesetzt

Sie sei keine Schoa-Leugnerin, sehe aber keine strafrechtliche Schuld bei sich, sagt ihr Verteidiger

 19.10.2021 Aktualisiert

Nachruf

»Ein großer Amerikaner«

Colin Powell galt als großer Freund Israels, sprach fließend Jiddisch und war früher »Schabbes Goj« für orthodoxe Familien

 19.10.2021

Meinung

»Stahlhelme gab es schon vor den Nazis«

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 19.10.2021

Debatte

Gil Ofarim wehrt sich gegen Vorwürfe

Der Musiker bekräftigt in einem neuen Interview seine Aussagen zu dem mutmaßlich antisemitischen Vorfall im Leipziger Westin Hotel vor zwei Wochen

 19.10.2021