New York

Douglas Murray übernimmt Lehrtätigkeit an Yeshiva University

Douglas Murray Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Yeshiva University in New York holt den britischen Autor und politischen Kommentator Douglas Murray an ihre Fakultät. Die modern-orthodoxe Hochschule gab bekannt, dass Murray im kommenden Frühjahr eine Lehrveranstaltung übernehmen wird. Zugleich wurde er zum ersten »President’s Professor of Practice« ernannt. Israelische und ameriknaische Medien berichteten.

Mit der neuen Position wolle die Universität, so die Hochschulleitung, einen international bekannten Intellektuellen in den akademischen Diskurs einbinden. Murray, der kein Jude ist, soll sich an der traditionsreichen Debatte über jüdische Texte und humanistische Ideen beteiligen. Die zuständige Dekanin Rebecca Cypess erklärte, man freue sich auf seine Perspektiven und seinen Beitrag zu den laufenden Gesprächen auf dem Campus.

Geplant ist ein Honors-Seminar mit dem Titel »The Values of Verse: Sacred and Secular Perspectives« (»Die Werte der Dichtung: Sakrale und säkulare Perspektiven«). Darin soll es um die Bedeutung von Lyrik in religiösen wie säkularen Kontexten gehen. Murray selbst bezeichnete Dichtung als einen zentralen Bestandteil kultureller Selbstverständigung.

Lesen Sie auch

»Große Poesie ist kein Schmuck der Zivilisation, sondern eine ihrer Denkformen«, erklärte er. In einer Zeit permanenter Ablenkung könne die Rückkehr zur Lyrik helfen, grundlegende Fragen von Leben, Verantwortung und Verlust neu zu verhandeln.

Douglas Murray hat Englische Literatur an der Universität Oxford studiert und arbeitet seit Jahren als Publizist. Er ist Mitherausgeber des Magazins »The Spectator« und Kolumnist der »New York Post«. In den vergangenen Jahren profilierte er sich besonders als einer der bekanntesten nichtjüdischen Unterstützer Israels in der westlichen Öffentlichkeit, verbunden mit scharfer Kritik an der sogenannten »pro-palästinensischen« Bewegung. im

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026