Kunst

documenta: Claudia Roth räumt Fehler ein - zumindest ein bisschen

Foto: Marco Limberg

Kunst

documenta: Claudia Roth räumt Fehler ein - zumindest ein bisschen

Kulturstaatsministerin: Ich hätte noch lauter sein müssen

 17.09.2023 22:22 Uhr

Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) räumt im Umgang mit dem Anisemitismusskandal bei der Kasseler Kunstausstellung »documenta fifteen« im vergangenen Jahr Fehler ein.

Sie hätte »noch lauter sein müssen. Ich habe auch die Gefühle von Jüdinnen und Juden in unserem Land unterschätzt, die sich alleingelassen fühlten«, sagte Roth der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«.

Es wäre die Aufgabe der Verantwortlichen gewesen, deutlich zu machen, in welchem Land die documenta stattfindet. »Und welchen wertebasierten Konsens es in unserer Gesellschaft gibt«, sagte Roth.

Zugleich hätte man von Anfang an in Deutschland besser vermitteln müssen, was an Wissen über den globalen Süden fehlt.

Die documenta im vergangenen Jahr wurde seit der Vorbereitungsphase von Antisemitismusvorwürfen überschattet. Kurz nach Eröffnung der Ausstellung Mitte Juni war das Banner »People’s Justice« des indonesischen Künstlerkollektivs »Taring Padi« wegen antisemitischer Motive abgehängt worden.

Weitere israelfeindliche Werke und Filme wurden als antisemitisch kritisiert. Die Generaldirektorin der Kunstschau, Sabine Schormann, wurde abberufen.

Roth sagte, der damalige Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle habe ihr im vergangenen Jahr schnell deutlich gemacht, dass sie sich nicht einmischen solle. Er sei der Aufsichtsratsvorsitzende der documenta gewesen, »der im Unterschied zu mir direkten Einfluss hatte und nehmen konnte«. epd

Reaktion

Israels Botschafter spricht Klartext über AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt

 07.09.2026

Sachsen-Anhalt

Wagenknecht äußert sich zur Zusammenarbeit mit der AfD

Die Hintergründe

 07.09.2026

Washington D.C.

»Gut gemacht!«: Elon Musk gratuliert AfD zu Wahltriumph

Der Milliardär und Tech-Unternehmer ist seit langem als AfD-Sympathisant bekannt. Das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt verzückt ihn. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund macht ihm sogleich ein Angebot

 07.09.2026

Parteien

Was Markus Söder der CDU nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt rät

 07.09.2026

Berlin

»Death to Israel!«: Angriff auf FDP-Mitglieder

Im Stadtteil Charlottenburg beschimpften israelfeindliche Demonstranten FDP-Politiker, die nach ihrem Sommerfest mit dem Abbau beschäftigt waren

von Imanuel Marcus  07.09.2026

»Freedom Flotilla Coalition«

Neue Gaza-Flottille unterwegs

Die Initiatoren wollen den Gazastreifen im Oktober erreichen und fordern eine »globale Intifada«

 07.09.2026

Kommentar

Und nun?

Bloße Empörung über den Wahlsieg der rechtsextremen AfD ist billig und wohlfeil. Es sollte endlich auch über die Gründe ihrer Popularität gesprochen werden. Die Parteien der Mitte müssen endlich aufwachen

von Philipp Peyman Engel  07.09.2026

Magdeburg

BSW würde AfD ins Ministerpräsidentenamt verhelfen

Die Hintergründe

 07.09.2026

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

»Wind der Freiheit« oder »Schock«: Globales Echo auf Wahl

Der AfD-Erfolg sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen und hitzige Debatten

 07.09.2026