Eckernförde

Deutschland erhält autonomes Spionage-U-Boot aus Israel

Ein »BlueWhale«-U-Boot wird im Sommer 2025 in Ashdod präsentiert. Foto: picture alliance / REUTERS

Die deutsche Marine hat ein neuartiges, unbemanntes Unterwasserfahrzeug aus Israel übernommen. Das System mit dem Namen »BlueWhale« wurde vom staatlichen Rüstungskonzern Israel Aerospace Industries (IAI) gemeinsam mit dem deutschen Schiffbaukonzern Thyssenkrupp entwickelt und am Marinestützpunkt Eckernförde übergeben.

Nach Angaben von IAI handelt es sich um einen wichtigen Schritt für den Einsatz autonomer Unterwassersysteme. Das Gerät soll die deutsche Marine insbesondere bei verdeckten Operationen und in der U-Boot-Abwehr unterstützen. Entwickelt wurde die Plattform bereits vor einigen Jahren und seither unter realen Bedingungen erprobt, unter anderem in der Ostsee, die als anspruchsvolles Einsatzgebiet gilt.

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Das autonome Fahrzeug ist mit mehreren Sensoren ausgestattet, darunter Radar- und elektrooptische Systeme zur Erfassung von See- und Küstenzielen. Zusätzlich verfügt es über leistungsfähige Sonar-Technik, mit der andere U-Boote aufgespürt, Minen identifiziert und maritime Aufklärungsdaten gesammelt werden können. Ein spezielles Schleppsonar stammt von der Thyssenkrupp-Tochter Atlas Elektronik.

Unbemannte Unterwasserfahrzeuge gelten weltweit als Schlüsseltechnologie für moderne Marinen. Sie werden zunehmend eingesetzt, um kritische Infrastruktur wie Unterseekabel und Pipelines zu überwachen und maritime Sicherheitsaufgaben zu übernehmen. Mit der Einführung von »BlueWhale« erweitert die Bundeswehr ihre Fähigkeiten in diesem Bereich deutlich. im

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