Meinung

Der große Raubzug

Das Dritte Reich war – das wollen bis heute viele weder hören noch wahrhaben – eine Mitmach-Diktatur. Okay, es gab Ausnahmen. Menschen, die sich verweigerten, Verfolgten halfen oder das Regime, wenn auch selten offen, infrage stellten. Doch ein Volk von Widerstandskämpfern waren die Deutschen beileibe nicht. Und wenn es ums Geld ging, ließen sie fast alle Hemmungen fallen. Vor allem, als es das staatlich sanktionierte Angebot gab, sich auf Kosten der Juden zu bereichern. Die »Arisierung« machte aus Menschen rücksichtslose Profiteure. Erzwungene Wohnungsauflösung? Her mit dem Mobiliar! Erpresste Geschäftsaufgabe? Übernahme zum Schnäppchenpreis! Ein großer Raubzug, der einen organisatorischen Überbau hatte. Denn das Reichsfinanzministerium spielte bei der Ausplünderung der Juden eine zentrale Rolle. Mehr noch. Die Verwaltung betrieb die fiskalische Vernichtung der »Nichtarier«. Zu diesem Zwischenergebnis kommt jetzt eine Historikerkommission, die 2009 vom damaligen Finanzminister Peer Steinbrück eingesetzt wurde. Die feinen Herren des Auswärtigen Amtes sind also keinesfalls die Einzigen gewesen, die das Funktionieren des NS-Regimes gewährleisteten. Viele andere Behörden waren mit von der Partie. Höchste Zeit, dass sie sich ihrer Mitmach-Vergangenheit stellen.

Teheran

Viele Bewohner Teherans harren in ihren Wohnungen aus

Seit Ende Februar führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Die Lage in der Hauptstadt fühlt sich für viele Bewohner zunehmend unsicher an

 12.03.2026

Teheran

Ist Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad doch noch am Leben?

Zahlreiche Medien meldeten den Tod des Ex-Präsidenten. Doch »The Atlantic« zufolge, soll Ahmadinedschad untergetaucht sein

 12.03.2026

Tel Aviv

Israels Armee meldet Angriff auf iranische Nuklearanlage bei Teheran

An der Atomanlage Taleghan entstanden bei den Luftangriffen erhebliche Schäden

 12.03.2026

Teheran

Schweiz schließt Botschaft im Iran, die auch US-Interessen vertritt

Die Eidgenossenschaft vertritt als Schutzmacht der Vereinigten Staaten auch deren Interessen im Iran. Wegen anhaltender Angriffe bringt die Regierung in Bern ihre Mitarbeiter vorübergehend außer Landes

 12.03.2026

Nahost

Zahl verletzter US-Soldaten nach Drohnenangriff in Kuwait steigt

Nach dem Vorfall war von sechs getöteten amerikanischen Soldaten und fünf Verletzten die Rede gewesen. Nun stellt sich heraus: Es waren weitaus mehr

 12.03.2026

Beirut

Libanon - Wie viele Kriege kann ein Land ertragen?

Der Iran-Krieg hat auch den Libanon mit voller Wucht erfasst. Hunderte Tote, Hunderttausende Vertriebene nach nur einer Woche. Wie halten die Menschen einen nie enden wollenden Kriegszustand aus?

von Amira Rajab  12.03.2026

Teheran

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Die israelische Regierung hofft auf einen Sturz der iranischen Regierung durch das eigene Volk. Doch der oberste Polizist des Landes warnt potenzielle Demonstranten: »Haben den Finger am Abzug.«

 12.03.2026

Washington D.C./Tel Aviv

Netanjahu-Begnadigung: Trump greift Herzog erneut scharf an

In einem Interview benutzt der Präsident in Zusammenhang mit dem israelischen Staatsoberhaupt auch vulgäres Vokabular

 12.03.2026

Sacramento/Washington D.C.

FBI warnt vor möglichem iranischem Drohnenangriff auf Kalifornien

Die US-Bundespolizei sagt, unbemannte Fluggeräte könnten von einem unbekannten Schiff vor der Küste gestartet werden

 12.03.2026