In der Straße von Hormus ist ein Containerschiff von einem Geschoss getroffen worden. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt mit. Der Frachter sei Richtung Osten durch die Meeresenge gefahren, als ein unbekanntes Geschoss knapp über der Wasserlinie eingeschlagen sei, schrieb die Behörde unter Berufung auf den Sicherheitsbeauftragten des Betreibers. Der Treffer habe ein Feuer im Maschinenraum ausgelöst.
Der Vorfall soll sich etwa zwei Seemeilen vor der omanischen Küste abgespielt haben. Zu welcher Reederei das Schiff gehört und unter welcher Flagge es fährt, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Berichte über Umweltschäden lägen zunächst nicht vor, hieß es weiter. Trump stellt Eskorten in Aussicht
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit, vor allem für den Transport von Öl und Gas aus den Golfstaaten. Nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wurde 2023 nahezu 30 Prozent des weltweit verschifften Öls über die Straße von Hormus transportiert.
Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hatte die Handelsschifffahrt in der Meeresenge zuletzt beinahe zum Erliegen gebracht, nachdem die iranischen Revolutionsgarden entsprechende Drohungen ausgesprochen hatten. Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran kam es bereits zu mehreren ähnlichen Vorfällen in der Region.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Marine werde Schiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus - falls erforderlich - eskortieren. Ob damit ähnliche Angriffe verhindert werden können, ist jedoch fraglich. dpa