UN

Bundesregierung spricht Guterres ihr Vertrauen aus

António Guterres bei einer UN-Sitzung Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Nach dem Eklat im UN-Sicherheitsrat stärkt die Bundesregierung überraschend UN-Generalsekretär António Guterres den Rücken. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte am Mittwoch in Berlin angesichts israelischer Rücktrittsforderungen, dass der UN-Generalsekretär »natürlich das Vertrauen der Bundesregierung« habe.

Er verwies zugleich darauf, dass die Situation im Moment »sehr aufgeladen, angespannt« sei. »Ich habe nicht das Gefühl, dass solche Rücktrittsforderungen im Augenblick angebracht sind.«

Der israelische UN-Botschafter hatte unter anderem auf der Plattform X den Rücktritt von Guterres gefordert und ihm vorgeworfen, bei einer Rede im UN-Sicherheitsrat am Dienstag (Ortszeit) in New York, Verständnis für die Terrorangriffe der Hamas gezeigt zu haben.

Guterres hatte gesagt, dass die Hamas-Angriffe »nicht im luftleeren Raum« erfolgt seien und hinzugefügt: »Das palästinensische Volk hat 56 Jahre lang unter einer erdrückenden Besatzung gelitten.«

Diese Äußerungen wollte Hebestreit nicht bewerten. Grundsätzlich sei die Bundesregierung massiv darin bestrebt, in dieser Situation zu vermitteln, betonte er und bekräftigte, dass Deutschland auf der Seite Israels stehe.

Krieg

USA melden Zerstörung iranischer Schnellboote

Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe. Doch ein neuer US-Vorstoß hat die Lage an der Meerenge von Hormus verschärft. Nun melden die USA einen Angriff auf iranische Schiffe

 04.05.2026

Nahost

Bennett sieht Angriffe auf Emirate als Kriegserklärung Irans

Der israelische Oppositionspolitiker Bennett bewertet die Angriffe des Iran auf die Emirate als Wiederaufnahme des Kriegs. Die Anweisungen des Zivilschutzes in Israel bleiben vorerst unverändert

 04.05.2026

Abu Dhabi

Emirate: Großbrand nach iranischem Drohnenangriff

Seit Beginn der Waffenruhe vor knapp vier Wochen mussten die Emirate ihre Bevölkerung nicht mehr vor iranischen Angriffen warnen. Nun scheint die Lage sich wieder zuzuspitzen

 04.05.2026 Aktualisiert

Frankreich

Mit einer Prise Antisemitismus in den Elysée?

Mit 74 Jahren nimmt Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon zum vierten Mal Anlauf auf das Präsidentenamt. Dabei operiert er gezielt mit antisemitischen und antiisraelischen Narrativen

von Michael Thaidigsmann  04.05.2026

Kiel

Minenjagdboot »Fulda« mit Ziel Mittelmeer gestartet

Das deutsche Minenjagdboot »Fulda« steht für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus bereit. Nun ist die Besatzung von Kiel aus gestartet – näher an das mögliche Einsatzgebiet

 04.05.2026

Tampa

US-Militär dementiert iranischen Angriff auf Kriegsschiff

Aus dem Iran gibt es Berichte über Raketenangriffe auf ein US-Militärschiff. Die USA äußern sich prompt. Zu einer anderen Behauptung wird zunächst geschwiegen

 04.05.2026

Interview

Josef Schuster: »Juden und Muslime sind keine Erzfeinde«

Bald startet der Katholikentag in Würzburg. Mit dabei: der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster. Welche Tipps er für Gäste hat - und wie er auf Juden, Christen und Muslime in aufgeheizten Zeiten blickt

von Leticia Witte  04.05.2026

Berlin

Merz: Jüdisches Leben so bedroht wie lange nicht mehr

Das Präsidium der CDU tagte am Montag in den Räumen der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin und verabschiedete einen Beschluss gegen Antisemitismus. Kanzler Merz machte zuvor deutlich, warum das wichtig ist

von Detlef David Kauschke  04.05.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USAID-Ermittlungen: Mehr UNRWA-Mitarbeiter waren am 7. Oktober beteiligt

Drei UNWRA-Lehrern sowie einem Sozialarbeiter der Organisation wird vorgeworfen, entweder an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen zu sein oder Geiseln festgehalten zu haben

 04.05.2026