Berlin

Bundesregierung beruft Beratungskreis gegen Antisemitismus

Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der IKG Württemberg und Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden Foto: Marco Limberg

Die Bundesregierung hat ein Beratungsgremium mit acht Mitgliedern zum Kampf gegen Antisemitismus berufen. Diese sollen den Beauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, unterstützen. Einen entsprechenden Beschluss habe das Kabinett am Mittwoch gefasst, teilte das Bundesinnenministerium mit. Grundlage ist ein Bundestagsbeschluss von Januar 2018.

mitglieder Die Mitglieder üben ihre Aufgabe ehrenamtlich aus und sollen sich zwei bis drei Mal im Jahr treffen. Mit dabei sind unter anderen Marina Chernivsky von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, der Wissenschaftliche Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden, Doron Kiesel, Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Württemberg, der Antidiskriminierungsbeauftragte für die Berliner Schulen, Dervis Hizarci, und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Volkhard Knigge.

»Die berufenen Mitglieder zeichnen sich durch langjähriges Engagement gegen Antisemitismus aus, bringen Kenntnisse im Bereich der Forschung, der Bildungs- und Gedenkstättenarbeit mit und engagieren sich seit Langem für jüdisches Leben in Deutschland«, erklärte Klein.  dpa/ja

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026

Kanada

Zwei Tote bei Anschlag im jüdischem Viertel von Montreal

Bei einem der Opfer soll es sich laut Medienberichten um Michael Moshe Mizrahi handeln, ein Mitglied der örtlichen jüdischen Gemeinde

 22.06.2026 Aktualisiert

Meinung

Wenn niemand sonst zu Israel steht

Unser Autor ist Schüler auf einem Gymnasium nahe Köln. Mit Entsetzen musste er feststellen, dass Antisemitismus und Israelhass in seiner Klasse weit verbreitet sind. Nun fragt er sich: Wie kann das sein?

von Jan Tersteegen  22.06.2026

Verhandlungen

USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl

Nach »produktiven« Gesprächen mit dem Iran setzen die USA Teile ihrer Sanktionen gegen den Iran vorübergehend aus. Die Maßnahme könnte dem Iran Milliarden einbringen und die Energiemärkte beruhigen

 22.06.2026

Trauer

Orakel und Maestro

Über 18 Jahre lang herrschte Alan Greenspan als Zentralbankchef über die Zinspolitik der weltgrößten Wirtschaftsmacht. Mit 100 Jahren ist er nun gestorben

von Anna Ringle, Thomas Kaufner  22.06.2026

Debatte

Jüdischer Verein verlangt Schutz für das Tragen religiöser Symbole

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Bei einem Prozess wegen Volksverhetzung in Flensburg musste eine Zuschauerin ihre Davidsternkette ablegen. Der Verein Jüdischer Hochschullehrender fordert nun Maßnahmen von der Justiz

 22.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 22.06.2026 Aktualisiert

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  22.06.2026

Berlin

Nova-Ausstellung: Interne Unterlagen zeigen Streit um Fördergeld

Die Finanzierung des Projekts war bis zuletzt umstritten. Eine angekündigte Kürzung der Landesförderung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro wurde zurückgenommen

 22.06.2026