Berlin

Bundesregierung beruft Beratungskreis gegen Antisemitismus

Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der IKG Württemberg und Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden Foto: Marco Limberg

Die Bundesregierung hat ein Beratungsgremium mit acht Mitgliedern zum Kampf gegen Antisemitismus berufen. Diese sollen den Beauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, unterstützen. Einen entsprechenden Beschluss habe das Kabinett am Mittwoch gefasst, teilte das Bundesinnenministerium mit. Grundlage ist ein Bundestagsbeschluss von Januar 2018.

mitglieder Die Mitglieder üben ihre Aufgabe ehrenamtlich aus und sollen sich zwei bis drei Mal im Jahr treffen. Mit dabei sind unter anderen Marina Chernivsky von der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, der Wissenschaftliche Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden, Doron Kiesel, Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Württemberg, der Antidiskriminierungsbeauftragte für die Berliner Schulen, Dervis Hizarci, und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Volkhard Knigge.

»Die berufenen Mitglieder zeichnen sich durch langjähriges Engagement gegen Antisemitismus aus, bringen Kenntnisse im Bereich der Forschung, der Bildungs- und Gedenkstättenarbeit mit und engagieren sich seit Langem für jüdisches Leben in Deutschland«, erklärte Klein.  dpa/ja

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 21.06.2026

Kiew

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück

Weil er eine Einheit ehrt, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Juden begangen hat, entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung des Landes. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück

 21.06.2026

Potsdam

Neuer Linken-Chef: Kein Unterschied zwischen CDU »und den Faschisten selbst«

Luigi Pantisano sorgte am Wochenende auf dem Linken-Parteitag in Brandenburg mit einer Aussage für Empörung. Kurz darauf wurde er mit lediglich 53 Prozent zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt

 21.06.2026

Luzern

Gespräche zwischen Iran und USA starten

Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Terrormiliz Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen

 21.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  20.06.2026

Nahost

Wie der Konflikt im Libanon den US-Deal mit Iran gefährdet

Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

von Hans Dahne, Christoph Meyer, Mathis Richtmann  19.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

 19.06.2026

Bayreuth

Bayreuther Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun doch stattfinden

Eine Gedenkveranstaltung zum Bayreuther Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Michel Friedman und Charlotte Knobloch zeigen sich entsetzt – jetzt rudert das weltbekannte Opernfestival zurück

 19.06.2026