Berlin

Bund verstärkt Antisemitismusforschung

Bundesministerin Anja Karliczek will mehr Geld für die Antisemitismusforschung ausgeben Foto: imago images/Christian Spicker

Die Antisemitismusforschung in Deutschland soll verstärkt werden. Dafür stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Jahre 2021 bis 2025 insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

Das kündigte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag in Berlin an. Mit den Geldern sollen unter anderem interdisziplinäre Forschungsvorhaben gefördert, Ursachen und Verbreitung von Antisemitismus praxisbezogen untersucht und geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt werden.

FORSCHUNG Antisemitismus sei »Gift für unsere Gesellschaft« und eine wachsende Gefahr für unser friedliches Zusammenleben. »Wir müssen besser wissen, wo und wie er auftritt, worauf er zurückzuführen ist und wie wir ihn wirksam bekämpfen können«, sagte Karliczek weiter. Forschung sei die Grundlage einer wirksamen Prävention.

Mit ihrer neuen Förderlinie will die Bundesregierung sowohl die Grundlagenforschung als auch die anwendungsbezogene Forschung unterstützen. Ebenso soll es ein Rahmenprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften geben.

INTERDISZIPLINÄR Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sprach von einem wichtigen Baustein der Gesamtstrategie gegen Judenhass. Die neue Förderung werde dazu beitragen, das Wissen über Entstehung und Verbreitung von Judenhass zu verbessern und zu vernetzen.

Antisemitismusforschung ist den Angaben zufolge bislang keine eigene Wissenschaftsdisziplin, sondern ein interdisziplinäres Querschnittsthema. So forschen zum Beispiel Wissenschaftler aus den Geschichts- und Literaturwissenschaften, der Philosophie, Theologie oder Jura an antisemitischen Erscheinungsformen. Mit der neuen Förderlinie sollen sie interdisziplinär und standortübergreifend enger miteinander vernetzt werden.  epd/ja

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus auf Höchststand seit mehr als drei Jahrzehnten

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026

Benjamin Netanjahu (l.) und Wolodymyr Selenskyj bei der Trauerfeier für Lindsay Graham am Dienstag in Washiongton, D.C.

Washington D.C.

Netanjahu und Selenskyj treffen sich erstmals seit fast drei Jahren persönlich

Die beiden Politiker wechselten einige Worte und begrüßten sich mit einem Handschlag, nachdem sie zuvor getrennt von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen worden waren

 29.07.2026

Washington D.C.

Ein Begräbnis und ein Gipfeltreffen

Israels Premier Netanjahu und Ukraine-Präsident Selenskyj waren offiziell angereist, um an der Beerdigung von US-Senator Lindsey Graham teilzunehmen. Doch das Begräbnis wird auch für ein geopolitisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump genutzt

 29.07.2026