Berlin

Bund soll Aufarbeitung von »Euthanasie«-Morden unterstützen

Der Reichstag, Sitz des Bundestages Foto: picture alliance / Schoening

Die Bundesregierung soll sich stärker um die Aufarbeitung der sogenannten Euthanasie-Morde und Zwangssterilisationen während der NS-Diktatur kümmern.

In einem am Donnerstagabend beschlossenen Antrag von SPD, Union, den Grünen und der FDP fordern die Bundestagsabgeordneten die Regierung auf, ein Projekt auf die Beine zu stellen, um bundesweit Patientenakten und Personalunterlagen der Täter zu konservieren. Diese sollten dann für Forschungs- und Bildungszwecke nutzbar gemacht werden.

Beteiligt werden sollen demnach die Gedenkstätten, das Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Berliner Charité sowie Behindertenverbände. Der Bund müsse zudem die Gedenkstätten in ihrer Arbeit auch künftig unterstützen. Dem Antrag zufolge sollen die Opfer der sogenannten Euthanasie-Morde und Zwangssterilisationen zudem offiziell als Verfolgte des NS-Regimes anerkannt werden.

Euthanasie heißt wörtlich übersetzt »angenehmer Tod«. In Deutschland ist der Begriff stark mit der Zeit des Nationalsozialismus und der ideologischen Rechtfertigung von Tötungen verbunden. Nach Schätzungen wurden damals rund 300.000 Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen ermordet und etwa 400.000 Menschen zwangssterilisiert. kna

Berlin

Umfrage: Mehrheit lehnt rot-grün-rote Koalition ab

Linke, SPD und Grüne verhandeln derzeit über eine gemeinsame Landesregierung. Eine solche Koalition stößt auf Skepsis - auch unter Anhängern von SPD und Grünen

 23.10.2026

Warschau

Polen rügt Ehrung für ukrainische Nationalisten in Lwiw

Erst ein Ehrentitel für eine ukrainische Einheit, nun ein Gedenkjahr für nationalistische Untergrundkämpfer: Der Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine flammt erneut auf

 23.10.2026

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 23.10.2026

München

Aigners Befund zu Judenhass: »Das ›Nie wieder!‹ ist tot«

Die bayerische Landtagspräsidentin gibt eine schonungslose Analyse zum Antisemitismus in Deutschland. Doch sie sieht auch hoffnungsvolle Ansätze, um gegenzusteuern

 23.10.2026

Handelte es sich beim Nationalsozialismus um eine linke Ideologie?

Ein Faktencheck

 22.10.2026

Justiz

Ermittler: Ahmetovic kooperierte nicht bei Durchsuchungen

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt im Zusammenhang mit der Ausschreibung eines früheren Klinikgeländes in Lehrte bei Hannover gegen den SPD-Politiker

 22.10.2026

Deutschland

Wie hält es die CDU in Sachsen-Anhalt mit der AfD?

AfD-Politiker Siegmund braucht drei Stimmen aus anderen Reihen, um Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt zu werden. Ein CDU-Abgeordneter stellt sich nun gegen die CDU-Fraktionslinie

von Christopher Kissmann  22.10.2026

Debatte

Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort

In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde

 22.10.2026

Berlin

Zentralrat der Juden warnt vor rot-grün-roter Koalition

Schuster: »Im Kampf gegen Judenhass ist dieses Schauspiel ein echter Offenbarungseid«

 22.10.2026 Aktualisiert