»Brennt Gaza, brennt Berlin«

Brandanschlag auf Gymnasium Tiergarten

Das Gymnasium Tiergarten in Berlin Foto: IMAGO/Panthermedia

In der Nacht zu Sonntag wurde ein Brandanschlag auf das Berliner Gymnasium Tiergarten verübt, wie unter anderem der »Tagesspiegel« und die »BZ« berichten.

Das Motiv scheint Israels Krieg gegen die Hamas zu sein, denn die Brandstifter hinterließen den Schlachtruf »Brennt Gaza, brennt Berlin« an der Außenwand der Schule. Außerdem sprühten sie Graffiti wie »Studenten haben das Recht auf Protest«, »Stop Polizeigewalt«, »Warnung Presse« und »Warnung Berlin«. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Die Täter hatten der Schulleitung zufolge einen Waschwagen mit Putzlappen vor den Serverraum des Gymnasiums geschoben und dann in Brand gesteckt, sodass die Flammen durch ein gekipptes Fenster in den Raum eindringen konnten. Der Schaden wird laut Bildungsstadtrat Benjamin Fritz (CDU) auf 250.000 bis 500.000 Euro geschätzt.

Lesen Sie auch

Die Schule geriet erst Mitte Juni in die Schlagzeilen, nachdem dort die für den 5. Juli geplante Abitur-Feier abgesagt wurde - aus Angst vor Ausschreitungen pro-palästinensischer Aktivisten. Die Schulleitung habe erfahren, das ein Großteil der Schüler »massive konfrontative politische Kundgebungen« geplant haben will. Nachdem die Senatsverwaltung eingeschritten war, konnte die Feier in kleinerem Rahmen und ohne Proteste stattfinden.

Der Unterricht muss wegen des Brandanschlags am Montag und am Dienstag ausfallen. ja

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026

New York

New Yorks First Lady entschuldigt sich für antisemitische Social-Media-Beiträge

Als Jugendliche hatte Rama Duwaji etwa die Flugzeugentführerin Leila Khaled gelobt und behauptet, Tel Aviv hätte nie existieren dürfen

 17.04.2026