Auswirkungen

Beauftragter Klein warnt vor Vergeltungsaktionen und Demos

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Foto: picture alliance / Metodi Popow

Im Zuge des Krieges in Nahost befürchtet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, antisemitische Kundgebungen und Vergeltungsaktionen in Deutschland. An Synagogen sowie israelischen und jüdischen Einrichtungen könne es bundesweit zu Vorfällen und »verbalen Unmutsbekundungen« kommen, sagte Klein. Hintergrund sei ein »hoher Emotionalisierungsgrad«.

Wenn der Iran unter Druck gerate, greife er auf »asymmetrische Mittel der Vergeltung« zurück: Terrornetzwerke, hybride Einflussnahme und gezielte Einschüchterung auch im Ausland, so Klein. »Diese Gefahr sehe ich in der aktuellen Situation in besonderer Weise.

«Klein sieht Destabilisierungsstrategie

Die Polizei in den Bundesländern habe sich entsprechend aufgestellt, was den Schutz von Jüdinnen und Juden sowie bestimmte Einrichtungen angehe. Sensibilisierungsgespräche sowie »Gefährdetenansprachen« habe es bereits gegeben, oder sie liefen noch, erklärte Klein. Er forderte die Menschen auf, aufmerksam zu sein. »Antisemitismus ist das Einfallstor für eine breitere Destabilisierungsstrategie in- und ausländischer Akteure, die leider auch unterhalb der Extremismusschwelle immer breitere gesellschaftliche Akzeptanz findet.«kna

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