Antisemitismus

Attentat auf jüdisches Restaurant verhindert

Blick auf Athen (Symbolfoto) Foto: Flash 90

Griechische Sicherheitskräfte haben am Dienstagmorgen nach eigenen Angaben zwei Männer festgenommen, die in der Hauptstadt Athen terroristische Anschläge geplant haben sollen. Medienberichten zufolge handelt es sich um zwei Pakistaner. Die Männer hätten kurz vor der Ausführung eines Attentats auf ein jüdisches Restaurant im Athener Stadtzentrum gestanden. Die Einrichtung soll auch als Synagoge genutzt worden sein.

Die beiden Männer seien der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden, teilte die Polizei mit. Sie hätten Terroranschläge geplant, die Menschenleben fordern und den Beziehungen mit anderen Staaten hätten schaden sollen. Die Staatsanwaltschaft habe bereits Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung erhoben.

Dem Staatssender ERT zufolge handelt es sich bei den Festgenommenen um Männer im Alter von 27 und 29 Jahren. Die Polizei sei auf der Suche nach weiteren Komplizen. Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise, die Drahtzieher der Terrorgruppe befänden sich im Ausland. Den beiden Pakistanern, die in Griechenland lebten, seien vom »Mastermind« des Anschlags 15.000 Euro für jedes Opfer versprochen worden. dpa

Diplomatie

Malaysias Premier verteidigt Drohung, alle Israelis abzuschieben

Mehrere US-Abgeordnete haben Außenminister Marco Rubio aufgefordert, Malaysia wegen der jüngsten Äußerungen von Regierungschef Anwar Ibrahim Fördermittel zu streichen

 23.07.2026

Naher Osten

Trump: Atom-Deal nur bei saudischer Anerkennung Israels

Washington und Riad stehen kurz vor einem Atomabkommen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Doch jetzt hat Donald Trump eine neue Bedingung gestellt

 23.07.2026

Würzburg

Schuster kommt zur Kundgebung gegen antisemitische Angriffe

Organisiert wird die Demonstration von der DIG Würzburg, dessen Mitglied das 65-jährige Opfer der jüngsten Attacke in Höchberg ist

 23.07.2026

Handelspolitik

Belgien und Niederlande verbieten Einfuhren aus Siedlungen

Die Regierungen in Brüssel und Den Haag haben ihre Ankündigung wahrgemacht, die Einfuhr von Waren aus den seit 1967 von Israel besetzen Gebieten zu untersagen, sofern sie von Israelis produziert werden

 23.07.2026

Genf/Berlin

Streit zwischen Rosa Luxemburg Stiftung und UN Watch

Die der Partei »Die Linke« nahestehende Stiftung wirft der Genfer NGO vor, in Berlin »die wildesten Verleumdungen gegen die UNRWA« verbreitet zu haben. UN Watch kontert mit Video-Beleg

von Imanuel Marcus  23.07.2026

Essay

Gedenken ohne Juden

Die Erinnerungskultur macht den Holocaust zunehmend zu einer allgemeinen Mahnung gegen Intoleranz und verliert dabei die jüdischen Opfer aus dem Blick

von Gunda Trepp  23.07.2026

Interview

»Es geht um das aktuelle jüdische Leben in unserem Land«

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) über ein neues Kompetenznetzwerk zu jüdischer Gegenwartsforschung, eine Förderrichtlinie und den Einsatz gegen Israel-Boykott

von Leon Stork, Ayala Goldmann  23.07.2026

Washington D.C./Riad

»Schreckliche Idee«: Kritik an US-Atomdeal mit Saudi-Arabien

Während des Iran-Kriegs, der sich auch um das iranische Atomprogramm dreht, verkünden die USA eine Einigung mit Saudi-Arabien. Experten fürchten ein atomares Wettrüsten in einer instabilen Region

von Johannes Sadek, Franziska Spiecker, Jörg Vogelsänger  23.07.2026

Nahost

USA setzen über Iran B-1-Bomber ein

Im Visier standen Einrichtungen der iranischen Marine, Lager für Raketen und Drohnen, Küstenüberwachungssysteme sowie Luftverteidigungsanlagen

 23.07.2026