Berlin

Beauftragter gegen Antisemitismus: Muslime in die Pflicht nehmen 

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Foto: picture alliance/dpa

Berlin

Beauftragter gegen Antisemitismus: Muslime in die Pflicht nehmen 

Von gewissen muslimischen Milieus gingen hochgefährliche, verfassungsfeindliche Aktivitäten aus, betont Klein

 21.01.2024 21:30 Uhr

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert mehr Einsatz gegen Antisemitismus in muslimischen Gemeinschaften in Deutschland.

»Wir müssen dazu die Islamverbände und Gemeinden, aber auch die landsmannschaftlich organisierten Vereinigungen in die Pflicht nehmen, auf ihre Mitglieder einzuwirken«, sagte Klein der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Von gewissen muslimischen Milieus gingen hochgefährliche, verfassungsfeindliche Aktivitäten aus.

Es dürfe keine falsche Scheu geben, solchen Antisemitismus zu benennen, so Klein. Allerdings dürfe man auch keinen Generalverdacht gegen alle rund fünf Millionen Muslime in Deutschland aufkommen lassen. Jene, die sich radikalisierten, seien »wahrscheinlich eher in Shisha-Bars anzutreffen als in der Moschee«.

Klein spricht sich dafür aus, Migranten bei antisemitischen Äußerungen die deutsche Staatsbürgerschaft zu verwehren. Judenhass zu verbreiten, sei nicht hinnehmbar; und es gelte, dafür die Mittel des Rechtsstaates auszuschöpfen. Der Antisemitismusbeauftragte stellte sich zudem hinter die Praxis im Berliner Kulturbetrieb, antisemitische Projekte grundsätzlich nicht zu fördern. kna

Reaktion

»Wir dürfen nicht dulden, dass Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind«

Bundeskanzler Merz sprach in Berlin über Migration und den grassierenden Judenhass im Land

 17.09.2026

Wahlkampf im Nordosten

Ex-CDU-Politiker Michel Friedman wirbt für die Grünen

 17.09.2026

Brandanschlag auf Synagoge Wuppertal

Nach ersten Erkenntnissen handelte der polizeibekannte Mann mit afghanischer Staatsangehörigkeit allein

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Linke

Neue Umfrage sieht eine Partei wieder knapp in Führung

 17.09.2026

München

Drinnen redet ein Palästinenser, draußen wird er mit »Free Palestine«-Rufen niedergebrüllt

In der bayerischen Landeshauptstadt fand eine Medienkonferenz mit prominenten Teilnehmern statt, gegen die es im Vorfeld Boykottaufrufe gab. Redner beklagten die zunehmende Polarisierung

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Karlsruhe

Iraker plante Anschlag in Bremen

Der 24-jährige Islamist soll eine Kirche in Bremen als Anschlagsziel ausgewählt und schon eine Schusswaffe beschafft haben. Die Ermittler werfen ihm mehrere schwere Straftaten vor

 17.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Berlin-Wahl

»Stimmen Sie gegen Antisemitismus!«

Die Vorsitzende der DIG Berlin Brandenburg, Cerstin Richter-Kotowski ruft Wähler dazu auf, Parteien zu wählen, die Judenhass bekämpfen

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken. Allerdings wird auch Kritik laut

von Leticia Witte  17.09.2026