Bayern

Anschlag auf Synagoge: Bayerische Polizei verhaftet Verdächtigen

t Foto: picture alliance / Fotostand

Nach einem Anschlag auf die Synagoge von Ermreuth im bayerischen Landkreis Forchheim haben Polizeibeamte einen 21-Jährigen in einem Nachbarort festgenommen. In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Bamberg veröffentlichte das Polizeipräsidium Oberfranken soeben eine Erklärung, in der es hieß, die Verhaftung sei bereits am 5. Januar erfolgt.

Wie mitgeteilt wurde, stellte die Staatsanwaltschaft Bamberg Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen versuchter schwerer Brandstiftung und »gemeinschädlicher Sachbeschädigung«. Am Freitag sei der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt worden.

Dieser lehnte den Erlass eines Haftbefehls allerdings wegen fehlender Fluchtgefahr ab. Der Verdächtige wurde daraufhin auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein.

»Angesichts der Tatumstände und nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine antisemitisch motivierte Straftat mit einem rechtsextremistischen Hintergrund«, hieß es. Aus diesem Grund wurde das Ermittlungsverfahren heute von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München übernommen.

Geführt wird es von Oberstaatsanwalt Andreas Franck, dem Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz.

Zeugenaussagen und Aufzeichnungen einer Videokamera führten die Polizei zum mutmaßlichen Täter. Ihm wird vorgeworfen, in der Silvesternacht ein Fenster der Synagoge von Ermreuth eingeschlagen zu haben. Anschließend soll er versucht haben, einen Feuerwerkskörper in das jüdische Gotteshaus zu werfen, um dort Feuer zu legen.

Beirut

Libanon - Wie viele Kriege kann ein Land ertragen?

Der Iran-Krieg hat auch den Libanon mit voller Wucht erfasst. Hunderte Tote, Hunderttausende Vertriebene nach nur einer Woche. Wie halten die Menschen einen nie enden wollenden Kriegszustand aus?

von Amira Rajab  12.03.2026

Teheran

Irans Polizeichef: Betrachten Demonstranten als Feinde

Die israelische Regierung hofft auf einen Sturz der iranischen Regierung durch das eigene Volk. Doch der oberste Polizist des Landes warnt potenzielle Demonstranten: »Haben den Finger am Abzug.«

 12.03.2026

Washington D.C./Tel Aviv

Netanjahu-Begnadigung: Trump greift Herzog erneut scharf an

In einem Interview benutzt der Präsident in Zusammenhang mit dem israelischen Staatsoberhaupt auch vulgäres Vokabular

 12.03.2026

Sacramento/Washington D.C.

FBI warnt vor möglichem iranischem Drohnenangriff auf Kalifornien

Die US-Bundespolizei sagt, unbemannte Fluggeräte könnten von einem unbekannten Schiff vor der Küste gestartet werden

 12.03.2026

New York

UN-Sicherheitsrat fordert Iran zum Stopp von Angriffen auf Golfstaaten auf

China und Russland kritisierten die Resolution, machten ihre Annahme jedoch möglich

 12.03.2026

Teheran

Iran zu Waffenruhe bereit, wenn Israel und USA nie mehr angreifen

Das Teheraner Regime formuliert auch andere Bedingungen für einen Waffenstillstand, den niemand verlangt

 12.03.2026

Kommentar

Chamenei und die VIP-Lounge im Paradies

»VIP?«, fragt ein Engel durch den Türspalt. »Gewiss. Ich bin der Erhabene Führer«, sagt er ungeduldig

von Louis Lewitan  12.03.2026

Nahost

Trump über Iran: »Es gibt praktisch nichts mehr zum Angreifen«

Israels Verteidigungsminister hat Hoffnungen auf ein rasches Ende des Iran-Kriegs gerade erst eine Absage erteilt - nun sendet der US-Präsident erneut andere Signale

 11.03.2026

Großbritannien

London scheitert erneut mit Anklage gegen Kneecap-Rapper

Weil er bei einem Konzert eine Flagge der Hisbollah geschwenkt haben soll, wurde Rapper Mo Chara wegen Terrorismusvorwürfen angeklagt. Doch ein Formfehler lässt den Prozess scheitern

 11.03.2026