Bayern

Anschlag auf Synagoge: Bayerische Polizei verhaftet Verdächtigen

t Foto: picture alliance / Fotostand

Nach einem Anschlag auf die Synagoge von Ermreuth im bayerischen Landkreis Forchheim haben Polizeibeamte einen 21-Jährigen in einem Nachbarort festgenommen. In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Bamberg veröffentlichte das Polizeipräsidium Oberfranken soeben eine Erklärung, in der es hieß, die Verhaftung sei bereits am 5. Januar erfolgt.

Wie mitgeteilt wurde, stellte die Staatsanwaltschaft Bamberg Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen versuchter schwerer Brandstiftung und »gemeinschädlicher Sachbeschädigung«. Am Freitag sei der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vorgeführt worden.

Dieser lehnte den Erlass eines Haftbefehls allerdings wegen fehlender Fluchtgefahr ab. Der Verdächtige wurde daraufhin auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Bamberg legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein.

»Angesichts der Tatumstände und nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um eine antisemitisch motivierte Straftat mit einem rechtsextremistischen Hintergrund«, hieß es. Aus diesem Grund wurde das Ermittlungsverfahren heute von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München übernommen.

Geführt wird es von Oberstaatsanwalt Andreas Franck, dem Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz.

Zeugenaussagen und Aufzeichnungen einer Videokamera führten die Polizei zum mutmaßlichen Täter. Ihm wird vorgeworfen, in der Silvesternacht ein Fenster der Synagoge von Ermreuth eingeschlagen zu haben. Anschließend soll er versucht haben, einen Feuerwerkskörper in das jüdische Gotteshaus zu werfen, um dort Feuer zu legen.

Deutschland

Stolperstein-Verbot in Heidenau löst bundesweite Debatte aus

In der sächsischen Stadt Heidenau sollen keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer mehr verlegt werden. Die Bildungsministerin spricht von einem Skandal

von Paula Konersmann  27.09.2026

Wissenschaft

Auf dem Trockenen?

Dürre, Wassermangel, Hitzewellen: Nach diesem Sommer fragen sich immer mehr Menschen, wie wir dem Klimawandel trotzen können. Ein Blick nach Israel könnte helfen

von Gidon Bromberg  27.09.2026

Meinung

KI-Warnung: ehrlich oder eigennützig?

Wenn Künstliche Intelligenz wirklich so gefährlich zu werden droht, wäre nicht freiwillige Zurückhaltung, sondern internationale Kontrolle die richtige Antwort

von Elke Wittich  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

Berlin

Söder warnt SPD und Grüne vor Koalition mit Linkspartei

Nach der Wahl in Berlin mit dem Sieg der Linkspartei ist noch immer unklar, wer künftig regieren wird. Der CSU-Chef hat eine klare Erwartung für den Umgang mit dem Wahlsieger

 25.09.2026

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026