Diplomatie

50 Jahre Geschichte

Gemeinsame Werte», «Historische Verantwortung» oder «Heimat» – in 50 Jahren diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hat sich vieles bewegt. Einige Schlaglichter davon sind noch bis zum 11. Juni im Lichthof des Auswärtigen Amts zu sehen.

Die gemeinsame Ausstellung «50 Jahre Deutschland und Israel – Momente einer einzigartigen Beziehung» von Auswärtigem Amt und Centrum Judaicum widmet sich mit vielen Schautafeln und noch mehr Information diesen vergangenen fünf Jahrzehnten.

Überragt wird die Ausstellung, die auch kurze Filmsequenzen und Interviews – wie das des ehemaligen israelischen Botschafters in Deutschland, Shimon Stein – zeigt, von einer dreidimensionalen blauen Davidstern-Konstruktion.

Vertrauen Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman sagte bei der Eröffnung: «Die Fotos und die Zitate in dieser Ausstellung zeigen eindrucksvoll, dass wir gemeinsam einen weiten Weg zurückgelegt haben – von der Schoa bis zum heutigen Stand der vertrauensvollen und dynamischen deutsch-israelischen Beziehungen.»

Auch in Zukunft müsse dafür gesorgt werden, dass das Bewusstsein für die Einzigartigkeit der Beziehungen bestehen bleibt. «Das ist wichtig für beide Seiten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Die Einzigartigkeit kann und darf nicht relativiert werden – auch wenn es leider heute Versuche gibt, genau das zu tun», betonte Hadas-Handelsman.

Für die Zukunft wünsche sich der Botschafter, dass beide Länder und Völker «optimistisch nach vorne blicken, ohne die Vergangenheit zu vergessen. »Wir sollten die einzigartigen israelisch-deutschen Beziehungen weiter ausbauen und festigen und die Zukunft zum beiderseitigen Nutzen gemeinsam gestalten.«

Ab dem 12. Juni wird die Ausstellung im Centrum Judaicum an der Oranienburger Straße zu sehen sein. ja

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026

Meinung

Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

von Jacques Abramowicz  25.06.2026

Hamburg

Wie ein iranischer Jude auf Israel und den Iran blickt

Armin Levy ist Jude, Perser und Hamburger. Bei den aktuellen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran glaubt er nicht an echten Frieden. Warum er jedes Abkommen mit dem Mullah-Regime ablehnt

von Christiane Tauer  25.06.2026

Berlin-Neukölln

Martin Hikel rügt Bildungsstadträtin

Janine Wolter hatte auf Instagram die Story eines israelfeindlichen Aktivisten gepostet

 25.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  25.06.2026