Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Schriftzug am Eingang des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau Foto: Marina Maisel

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026 17:04 Uhr

Mehr als eine Million Menschen haben im vergangenen Jahr die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Das teilte deren Pressestelle am Montag mit. Eine solche anonyme und datenschutzkonforme Besucherzählung gebe es erst seit Oktober 2024, weshalb für alle vorherigen Jahre nur Hochrechnungen vorlägen. Für 2025 komme die Auswertung jedoch auf 1.013.203 Menschen aus aller Welt, im Schnitt fast 2.800 pro Tag. Unter ihnen seien auch etwa 3.000 Schulklassen und Gruppen gewesen.

Die Besucher hätten zudem an 1.300 öffentlichen Rundgängen teilgenommen, heißt es. 160.000 Menschen hätten die Gedenkstätte mithilfe eines Audioguides erkundet.

Besucherstudie ab Frühjahr 2026

Ab Frühjahr 2026 will die Gedenkstätte nun eine umfassende Besucherstudie durchführen. Man erhoffe sich Erkenntnisse über die Struktur des Publikums, Besuchsbedingungen und Einschätzungen verschiedener Zielgruppen, hieß es. Dafür sollen Besucher zu unterschiedlichen Zeitpunkten Fragebögen ausfüllen, um ein möglichst repräsentatives Gesamtbild zu erhalten.

Auch Schulklassen und Lehrkräfte erhalten demnach speziell angepasste Fragen. Weitere Methoden ergänzten die Bögen. Verantwortlich für die Studie ist laut der Mitteilung ein Spezialunternehmen für Publikumsbefragungen in Museen und Gedenkstätten. kna

Diplomatie

Frankreich verbietet Bezalel Smotrich die Einreise

Wegen der Siedlungspolitik im Westjordanland verhängt Frankreich Sanktionen gegen extremistische Siedler – und untersagt Israels Finanzminister Smotrich die Einreise

 09.06.2026

Meinung

Antisemitismus nach bayrischer Art

Ein Hotel im Bayerischen Wald verschickt eine antisemitische Nachricht an einen Touristen aus Israel. Das könnte eine Gelegenheit sein, Antisemitismus auf dem bayrischen Land zum Thema zu machen. Ein Kommentar

von Leon Stork  09.06.2026

Erfurt

»Echte« Deutsche: AfD streitet über Höcke-These

Thüringens AfD-Chef behauptet, in Westdeutschland gebe es nur noch »deutsch sprechende Amerikaner«, im Osten seien die Deutschen jedoch deutsch geblieben

 09.06.2026

Meinung

Nein, ein Davidstern ist keine Provokation

Im Amtsgericht Flensburg wurde einer Frau der Zutritt zum Saal nur unter der Bedingung gewährt, dass sie ihre Kette mit einem jüdischen Symbol ablegt. Das ist keine Auslegungsfrage, sondern ein Justizskandal

von Annabelle Ganapol-Vučelić  09.06.2026

Berlin

Rechtsextreme Straftaten: Neuer Höchststand in Deutschland

Auch die Zahl antisemitisch motivierter Übergriffe stellt einen Rekord dar

 09.06.2026

USAID

US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Erneut werden Vorwürfe gegen 101 weitere Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für die Palästinenser in Gaza erhoben. Sie sollen militante Hamas-Mitglieder sein, sagt USAID. UNRWA hatte entsprechende Vorwürfe in der Vergangenheit dementiert

von Andrea Krogmann  09.06.2026

Interview

»Selbst ernannte progressive Linke haben offenbar das völkische Denken gelernt. Das ist alles so absurd«

Der Kabarettist Dieter Nuhr über den Erhalt des Leo-Baeck-Preises, Solidarität mit Israel und Kritik an seiner Person

von Detlef David Kauschke  09.06.2026

Fußball

Fußball auf dem Appellplatz von Buchenwald

Seit der Europameisterschaft 2024 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald im Internet an Fußballer, Funktionäre und Spiele im ehemaligen Konzentrationslager. Der Appellplatz war Spielstätte, Häftlinge konnten kurz dem Lageralltag entfliehen

von Matthias Thüsing  09.06.2026

Berlin

Kommission gegen Antisemitismus beendet ihre Arbeit

Der Abschlussbericht soll nun ans Landesparlament gehen und dort im Plenum beraten werden

 09.06.2026