Meinung

2:0 für Hansa Rostock

An einem Spieltag gleich zweimal zu gewinnen – das ist für Hansa Rostock ein völlig neues Gefühl. Sorgte der Fußballklub aus Mecklenburg-Vorpommern in jüngster Vergangenheit doch meist für Negativschlagzeilen. Sportlich ging es bergab bis in die Dritte Liga, und dann wollte sich auch noch die NPD bei Hansa einnisten. Rostock hatte schnell den Ruf eines »rechten Vereins« weg, und so ganz aus Luft gegriffen war der Vorwurf nicht. Doch mit bemerkenswerter Courage bekamen die Rostocker Anhänger am 8. August dann doch noch die Kurve. Als sich der NPD-Fraktionsvorsitzende aus dem Schweriner Landtag, Udo Pastörs, mit 25 Parteianhängern zum Spiel der Rostocker gegen den TuS Koblenz auf der Südkurve volksnah geben wollte, drängten ihn die Fans aus dem Ostseestadion. »Nazis raus« hallte es durch das weite Rund. Und so musste die NPD-Reisegruppe schon vor dem Anpfiff wieder von dannen ziehen. Da war das Spiel eigentlich schon fast gewonnen. Später dann, auf dem grünen Rasen, erzielten die Rostocker noch zwei Tore und holten sich den Sieg. Da war der Jubel grenzenlos. So schön kann Fußball sein!

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