Sharon Fehr

Helfen und spenden

Sharon Fehr Foto: Archiv Jüdische Gemeinde Münster

Wir alle sind noch immer geschockt. Die verheerende Flut hat so viel Zerstörung und Leid hinterlassen. Die vielen persönlichen Schicksale von Menschen, die um ihre Angehörigen trauern oder im wahrsten Sinne des Wortes vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, erschüttern uns zutiefst.

In unserem Landesverband ist insbesondere die Jüdische Gemeinde Hagen stark betroffen. Die Wassermengen bahnten sich ihren Weg durch das Gemeindezentrum und überfluteten dort Küche, Keller und Gemeindesaal. Tische, Schränke, der Konzertflügel sind komplett zerstört. Zurückgeblieben ist eine circa 20 Zentimeter hohe stinkende Schlammschicht, aber vor allem auch Entsetzen und Fassungslosigkeit. Der Synagogenraum befindet sich im oberen Stockwerk, sodass hier glücklicherweise kein Schaden entstanden ist.

einklang Diese Katastrophe zeigt uns wieder einmal, wie schnell man innerhalb kürzester Zeit alles verlieren kann. Sie führt uns zudem vor Augen, wie wichtig es ist, unser Leben wieder mehr in Einklang mit der Natur zu bringen, sie zu bewahren und zu schützen, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dafür gilt es jetzt die Weichen zu stellen.

Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Beitrag zur Solidarität leisten, Mut und Zuversicht vermitteln und helfen, wo es geht.

Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Beitrag zur Solidarität leisten, Mut und Zuversicht vermitteln und helfen, wo es geht. Wir müssen uns fragen: Wie können wir den Betroffenen unbürokratisch, aber wohlüberlegt auch finanziell zur Seite stehen? Zu denken wäre an regionale Spendenaktionen.

Auch unser Landesverband wird den betroffenen Gemeinden, soweit nötig, mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. Wir sprechen allen Betroffenen unser Mitgefühl aus und danken all jenen, die in diesen schweren Tagen helfend zur Seite standen und weiterhin stehen.

Der Autor ist Vorstandsmitglied des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe.

Mascha Malburg

Holt euch eure Unis zurück!

Zwei Drittel der Protestler an den Berliner Universitäten studieren gar nicht dort. Trotzdem bestimmen sie das öffentliche Bild jener Institute. Zeit, dass die Mehrheit den Diskurs übernimmt

von Mascha Malburg  19.06.2024

Einspruch

Die Umfallerin

Nathan Gelbart ärgert sich über die Entscheidung von Bettina Stark-Watzinger, ihre Staatssekretärin zu entlassen

von Nathan Gelbart  19.06.2024

Nora Goldenbogen

Widerstand in Sachsen: Auch wir sind gefragt

Die Ergebnisse der Europa- und Kommunalwahlen sind der vorläufige Endpunkt einer Entwicklung, die schon in den 90er-Jahren begann

von Nora Goldenbogen  14.06.2024

Meinung

Kleines Licht im Dunkeln

Was die Rettungsaktion der vier israelischen Geiseln für das vom Terror geschundene Land und die jüdische Diaspora bedeuten

von Sophie Albers Ben Chamo  08.06.2024

Meinung

Die Teflon-Präsidentin

Geraldine Rauch agiert ebenso irrlichternd wie amoralisch. Wenn es um Juden und Israel geht, ist offenkundig alles erlaubt

von Ralf Balke  07.06.2024

Meinung

Kein Koscher-Stempel für Geraldine Rauch

Warum die TU-Präsidentin nach einem »Like« für einen antisemitischen Tweet endlich zurücktreten sollte

von Ayala Goldmann  05.06.2024 Aktualisiert

Cornelia DʼAmbrosio

Es braucht moralische Klarheit

Offener Dialog kann nur mit denjenigen stattfinden, die verstanden haben, warum die Hamas in Deutschland verboten ist

von Cornelia DʼAmbrosio  05.06.2024

Meinung

Die EU als Ort der Freiheit stärken

Die Europäische Union ist nur so stark, wie wir sie machen. Deshalb sollten wir bei der Europawahl unsere Stimme nutzen

von Josef Schuster  09.06.2024 Aktualisiert

Jacques Abramowicz

Von der Welt im Stich gelassen

Nicht die Palästinenser sind das von der Weltgemeinschaft unfair behandelte Volk, sondern die Kurden

von Jacques Abramowicz  03.06.2024