Sharon Fehr

Helfen und spenden

Sharon Fehr Foto: Archiv Jüdische Gemeinde Münster

Wir alle sind noch immer geschockt. Die verheerende Flut hat so viel Zerstörung und Leid hinterlassen. Die vielen persönlichen Schicksale von Menschen, die um ihre Angehörigen trauern oder im wahrsten Sinne des Wortes vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, erschüttern uns zutiefst.

In unserem Landesverband ist insbesondere die Jüdische Gemeinde Hagen stark betroffen. Die Wassermengen bahnten sich ihren Weg durch das Gemeindezentrum und überfluteten dort Küche, Keller und Gemeindesaal. Tische, Schränke, der Konzertflügel sind komplett zerstört. Zurückgeblieben ist eine circa 20 Zentimeter hohe stinkende Schlammschicht, aber vor allem auch Entsetzen und Fassungslosigkeit. Der Synagogenraum befindet sich im oberen Stockwerk, sodass hier glücklicherweise kein Schaden entstanden ist.

einklang Diese Katastrophe zeigt uns wieder einmal, wie schnell man innerhalb kürzester Zeit alles verlieren kann. Sie führt uns zudem vor Augen, wie wichtig es ist, unser Leben wieder mehr in Einklang mit der Natur zu bringen, sie zu bewahren und zu schützen, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dafür gilt es jetzt die Weichen zu stellen.

Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Beitrag zur Solidarität leisten, Mut und Zuversicht vermitteln und helfen, wo es geht.

Die jüdische Gemeinschaft sollte einen Beitrag zur Solidarität leisten, Mut und Zuversicht vermitteln und helfen, wo es geht. Wir müssen uns fragen: Wie können wir den Betroffenen unbürokratisch, aber wohlüberlegt auch finanziell zur Seite stehen? Zu denken wäre an regionale Spendenaktionen.

Auch unser Landesverband wird den betroffenen Gemeinden, soweit nötig, mit finanziellen Hilfen unter die Arme greifen. Wir sprechen allen Betroffenen unser Mitgefühl aus und danken all jenen, die in diesen schweren Tagen helfend zur Seite standen und weiterhin stehen.

Der Autor ist Vorstandsmitglied des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe.

Kommentar

250 Gründe, die USA zu lieben

Am 4. Juli 1776 wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Eine etwas andere Liebeserklärung

von Imanuel Marcus  04.07.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  02.07.2026 Aktualisiert

Meinung

Was Deutschland von Albanien lernen kann

Wer immer noch überrascht tut und nicht konsequenter gegen die Mullahs vorgeht, handelt nicht nur fahrlässig, sondern lädt ihre Killer geradezu ein

von Ralf Balke  02.07.2026

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Künstliche Intelligenz

Ich schreibe, also bin ich

Noch nie war es so einfach, Gedanken mit KI in Worte zu fassen. Doch was bedeutet das für unser Denken, unseren Journalismus und eine der grundlegendsten menschlichen Fähigkeiten?

von Nicole Dreyfus  01.07.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert