Meinung

Der Effekt des Hasses

Wir wissen noch wenig, aber das, was wir wissen, ist entsetzlich und weltweit von grausamer Konsequenz: In der amerikanischen Hauptstadt Washington D. C. wurden zwei junge Menschen kaltblütig ermordet, als sie das Jüdische Museum verlassen haben. Der Täter hat das junge Paar aus nächster Nähe erschossen, weil es dort eine jüdische Veranstaltung besucht hatte.

Während er Menschenleben auslöschte, soll der Mann mit Keffiyah um den Hals »Free, free Palestine« gerufen haben, und als die Polizei ihn festnahm, habe er gesagt, er habe es »für Gaza« getan.

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Die permanente Dämonisierung Israels hat zwei junge Leben zerstört - und das ihrer Angehörigen. Diese Morde stehen für die unglaubliche Eskalation des weltweiten Antisemitismus seit den Massakern der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 und bedeuten nicht weniger als Todesangst für Juden auf der ganzen Welt.

Im Zuge der historisch brutalen wie absurden Täter-Opfer-Umkehr nach dem Schwarzen Schabbat hat sich ein vereinter Judenhass Bahn gebrochen, den niemand mehr für möglich gehalten hat. Zuerst Online, dann auf der Straße und schließlich sogar im Freundeskreis mussten Juden erleben, dass Hasspropaganda im Jahr 80 nach der Schoa zu einem menschenverachtenden Trend geworden ist.

Juden werden beschimpft und angegriffen, fühlen sich auf Reisen nicht mehr sicher, und nun auch nicht mehr zu Hause. Denn das war auch das ermordete Paar, dessen Verlobung bevorstand, in Washington: zu Hause. Und was machen die Nachbarn?
In seligem Angedenken.

Kommentar

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