Potsdam

Zentrum für jüdischen Film wird eröffnet

Lea Wohl von Haselberg ist auch Programmdirektorin des Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg. Nun übernimmt sie eine weitere Rolle. Foto: picture alliance/dpa

Das neue Zentrum Jüdischer Film und Audiovisuelles Erinnern an der Filmuniversität Babelsberg soll in den kommenden Jahren schrittweise aufgebaut werden. An der offiziellen Eröffnung der Einrichtung am Mittwochabend in Potsdam werde auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) teilnehmen, teilte das Ministerium am Montag mit.

Themenfelder des Zentrums sind nach Hochschulangaben die jüdische Filmforschung, Fragen der audiovisuellen Erinnerung und der Bereich »Antisemitismus und Film«.

Lea Wohl von Haselberg soll das Zentrum leiten

Bereits zum Jahresbeginn wurde nach Ministeriumsangaben die Medienwissenschaftlerin Lea Wohl von Haselberg als Professorin der Universität für Jüdischen Film und Audiovisuelle Erinnerung berufen. Sie werde das Zentrum aufbauen und wissenschaftlich leiten, hieß es. Weitere Gründungsprofessoren sind Daniela Schlütz, Chris Wahl und Björn Stockleben.

Das Zentrum untersuche die mediale Erinnerungsvielfalt in ihrer ganzen Breite, hieß es von der Universität. Dies gelte für historische Ereignisse ebenso wie für mediale Formen der Darstellung.

Auseinandersetzungen mit NS-, DDR-, Kolonial- und Migrationsgeschichte

Auseinandersetzungen mit NS-, DDR-, Kolonial- und Migrationsgeschichte sowie die Erinnerung an rechte Gewalt in Deutschland könnten dabei ebenso Gegenstand sein wie die Frage, wie audiovisuelle Medien zur Selbstverständigung einer diversen Gesellschaft über ihre Vergangenheiten beitragen können.

Die Filmuniversität Babelsberg wurde 1954 in der DDR als Deutsche Hochschule für Filmkunst gegründet. 2014 wurde sie in eine Universität umgewandelt. In den insgesamt 23 Studiengängen sind derzeit rund 960 Studierende eingeschrieben. epd

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