Im Beverly Hilton am Santa Monica Boulevard in Beverly Hills ging es bis vor wenigen Stunden hoch her. Denn die als »Vor-Oscars« geltenden Golden Globes wurden vergeben. Unter den Preisträgern sind jüdische Künstler.
Hamnet wurde zum besten Drama gekürt, One Battle After Another zur besten Komödie. In der entsprechenden Kategorie ging daher Marty Supreme leer aus. Darin spielt der jüdische Darsteller Timothée Chalamet die Figur Marty Mauser, deren Leben an das des ebenfalls jüdischen Tischtennisprofis Marty Reisman angelehnt ist. Dafür bekam er den Preis in der Kategorie Bester Hauptdarsteller.
Die jüdische Darstellerin Eva Victor war in der Kategorie »Beste Schauspielerin in einem Drama« nominiert gewesen. Ihre Konkurrentin Jessie Buckley gewann die Trophäe jedoch.
Für ihr Wirken in Song Sung Blue, einer wahren Geschichte über ein Ehepaar, das als Neil-Diamond-Tribute-Band bekannt wird, hätte die Jüdin Kate Hudson den Golden Globe für die beste Hauptdarstellerin in einem Musical einsammeln können, schrammte aber knapp an dieser Ehrung vorbei. Ihre Kollegin Rose Byrne gewann.
Gleich zwei jüdische Berühmtheiten, nämlich Adam Sandler und Sean Penn, zogen bei den männlichen Nebenrollen den Kürzeren. Penn war für One Battle After Another nominiert, Sandler für Jey Kelly. Ebenso erging es den für Marty Supreme verantwortlichen, jüdischen Drehbuchautoren Ronald Bronstein und Josh Safdie sowie den Komponisten Stephen Schwartz und Mark Ronson, die derselben Minderheit angehören.
Noah Whyle, Darsteller mit jüdischem Familienhintergrund, gehört zu den den Gewinnern der Golden Globes-Vergabe. Geehrt wurde er für sein Wirken in der Fernsehserie The Pitt. Natasha Lyonne hätte für Poker Face gewinnen können.
Geteiltes Schicksal
In der Kategorie »Bester männlicher Darsteller in einer Fernsehserie (Musical oder Komödie) waren mit Adam Brody und Seth Rogen zwei Juden nominiert. Rogen gewann für seine Serie The Studio.
Rashida Jones, Hannah Einbinder und Jason Isaacs kamen aus der Golden Globe-Vergabe heraus, wie sie hineingegangen waren, nämlich als Nominierte, nicht aber als Gewinner.
Dieses Schicksal teilen sie mit gleich drei Juden, die in der Kategorie «Stand-Up Comedy im Fernsehen» auf der Liste standen: Sarah Silverman, Brett Goldstein und Bill Maher.