Serie

»Shtisel« zum Vierten? Wohl eher nicht

Das war’s mit »Shtisel«. Foto: Vered Adir

Wird Shulem Shtisel noch die richtige Frau finden? Wird Ruchami glücklich werden? Und was wird aus Akiva? Alle diese Fragen könnten, wenn es ganz schlecht läuft, unbeantwortet bleiben, denn offenbar soll es keine vierte Staffel der israelischen Erfolgsserie Shtisel geben. Das zumindest deutete Danna Stern, die Geschäftsführerin des Fernsehsenders Yes, in einem Interview mit dem Magazin »Deadline« an.

»Ich möchte niemandem das Herz brechen, aber ich denke, dass die Geschichte erzählt ist«, antwortete Stern auf die Frage, ob es denn eine vierte Staffel der internationalen Serie geben solle. Man dürfe nicht vergessen, dass der Cast schon lange Zeit zusammen war, führte Stern aus. »Fast ein Jahrzehnt.« Die Handlung sei im besten Sinne an ihre Grenzen gekommen, ohne ungewollt übermäßig dramatisch zu werden. Shtisel-Fans dürften das zwar anders sehen, aber: Man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist.

ersatz Stern erzählte aber noch von anderen spannenden Produktionen, die eine Art Ersatz sein könnten: Fire Dance zum Beispiel. »Wenn Sie Shtisel mochten, wird Ihnen das auch gefallen«, betonte Stern. Die Sendung spiele in der Welt älterer Orthodoxer, und die Regisseurin ist keine Geringere als Rama Burshtein, die mit ihrem Film Fill the Void international bekannt wurde.

Eine andere Sendung, die Stern am Herzen liegt, sei Who Died – die Geschichte eines jungen Mannes, der an Krebs erkrankt ist und sich im Krankenhaus verliebt. Wem das alles zu schnulzig ist: Von Fauda wird es definitiv eine vierte Staffel geben. »Netflix hat sie«, sagte Stern. Allerdings erst im kommenden Jahr.

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026