Serie

»Shtisel« zum Vierten? Wohl eher nicht

Das war’s mit »Shtisel«. Foto: Vered Adir

Wird Shulem Shtisel noch die richtige Frau finden? Wird Ruchami glücklich werden? Und was wird aus Akiva? Alle diese Fragen könnten, wenn es ganz schlecht läuft, unbeantwortet bleiben, denn offenbar soll es keine vierte Staffel der israelischen Erfolgsserie Shtisel geben. Das zumindest deutete Danna Stern, die Geschäftsführerin des Fernsehsenders Yes, in einem Interview mit dem Magazin »Deadline« an.

»Ich möchte niemandem das Herz brechen, aber ich denke, dass die Geschichte erzählt ist«, antwortete Stern auf die Frage, ob es denn eine vierte Staffel der internationalen Serie geben solle. Man dürfe nicht vergessen, dass der Cast schon lange Zeit zusammen war, führte Stern aus. »Fast ein Jahrzehnt.« Die Handlung sei im besten Sinne an ihre Grenzen gekommen, ohne ungewollt übermäßig dramatisch zu werden. Shtisel-Fans dürften das zwar anders sehen, aber: Man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist.

ersatz Stern erzählte aber noch von anderen spannenden Produktionen, die eine Art Ersatz sein könnten: Fire Dance zum Beispiel. »Wenn Sie Shtisel mochten, wird Ihnen das auch gefallen«, betonte Stern. Die Sendung spiele in der Welt älterer Orthodoxer, und die Regisseurin ist keine Geringere als Rama Burshtein, die mit ihrem Film Fill the Void international bekannt wurde.

Eine andere Sendung, die Stern am Herzen liegt, sei Who Died – die Geschichte eines jungen Mannes, der an Krebs erkrankt ist und sich im Krankenhaus verliebt. Wem das alles zu schnulzig ist: Von Fauda wird es definitiv eine vierte Staffel geben. »Netflix hat sie«, sagte Stern. Allerdings erst im kommenden Jahr.

Geburtstag

Bob Dylan wird 85: Genie, Grenzgänger und niemals greifbar

Die berühmte Frage in seinem bekanntestem Song lehnt sich direkt an diese Geschichte an: Wie fühlt es sich an, ohne ein Heim zu sein, wie ein völlig Unbekannter, wie ein rollender Stein?

von Paula Konersmann  24.05.2026

New York

Bob Dylan - Der geniale Sonderling

Protestlieder, elektrischer Rock, Country-Alben, religiöse Musik. Die Welt hat ihm einige der einflussreichsten Musikstücke zu verdanken. Eine Ikone wollte er aber nie sein

von Anne Pollmann  24.05.2026

Zahl der Woche

85 Jahre

Fun Facts und Wissenswertes

 24.05.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt oder Kennst du das Land ...

von Katrin Richter  24.05.2026

Konzert

»Man muss richtig aus dem Vollen schöpfen«

Omer Meir Wellber bringt »Mass« von Leonard Bernstein auf die Bühne. Hamburgs Generalmusikdirektor erklärt, welche Faszination von dem Stück ausgeht

von Stephen Tree  24.05.2026

Kulturkolumne

Wenn Israelis anklopfen

Influencer haben das alte Israel für sich entdeckt – und feiern es online

von Sophie Albers Ben Chamo  24.05.2026

Medizin

Gemeinsam gegen Krebs

Von den Grundlagen zur Therapie: Seit 50 Jahren arbeiten deutsche und israelische Wissenschaftler bei der Erforschung von Tumoren zusammen

von Gabriele Hermani  24.05.2026

Cannes

Hüller als Erika Mann, Eidinger als Gestapo-Chef

Das Programm der Filmfestspiele ist vom Zweiten Weltkrieg geprägt. Ein Beitrag außerhalb des Wettbewerbs sorgte für Überraschungen

von Patrick Heidmann  24.05.2026

Tacheles-Preis

»Ihr prägt den Journalismus. Ihr prägt unser Land«

WELT-Chefredakteur Helge Fuhst hielt die Laudatio auf die Jüdische Allgemeine. Eine Dokumentation

von Helge Fuhst  21.05.2026