Maxim Biller

»Scharfzüngig und hellsichtig«

Dichter und Kritiker: Maxim Biller Foto: dpa

Der Schriftsteller Maxim Biller übernimmt im kommenden Jahr die Heidelberger Poetikdozentur. Dies teilten die Organisatoren an der Universität Heidelberg am Montag mit.

Mit Biller habe man einen Autor gewonnen, der seine Doppelfunktion als Dichter und Kritiker »scharfzüngig und hellsichtig« einnehme, erklärte Privatdozentin Friederike Reents vom Germanistischen Seminar. Er mische damit nicht nur immer wieder den Literaturbetrieb auf, sondern bewege sich auch mit seinen Werken und Debattenbeiträgen in der Traditionslinie von Heinrich Heine und Kurt Tucholsky.

Literarisches Quartett Biller war als Kolumnist für verschiedene Blätter tätig, zuletzt für die »Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung«. Zudem machte er als Kritiker im Literarischen Quartett des ZDF auf sich aufmerksam.

1990 erschien mit Wenn ich einmal reich und tot bin sein erster Erzählband. Sein zuletzt veröffentlichter Roman aus dem Jahr 2016 trägt den Titel Biografie.

Die Heidelberger Poetikdozentur ist ein Projekt der Universität in Kooperation mit der Stadt und Teil der »Unesco City of Literature«-Aktivitäten. Die Vorlesungsreihe zu Themen des literarischen Schreibens wurde 1993 mit Martin Walser gestartet.

Zuletzt waren Lutz Seiler (2015), Felicitas Hoppe (2016) sowie in diesem Sommersemester Frank Witzel zu Gast. epd

Filmkritik

»Blutspur Antwerpen« – Ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus

Keine einzige Rezension hat den Krimi bislang als das gewertet, was er ist: Ein rassistisches Machwerk in Gestalt einer »antisemitischen Parabel«

von Achim Bühl  27.07.2026

Musik

Und sie erinnern sich doch

Die Bayreuther Festspiele begehen ihr 150. Jubiläum mit Nachdenklichkeit

von Maria Ossowski  27.07.2026

Bayreuther Festspiele

Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt

Um offen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umzugehen, haben die Bayreuther Festspiele Michel Friedman als Redner eingeladen. Der Publizist rief eine neue Ära des Erinnerns aus

 26.07.2026

»Imanuels Interpreten« (24)

Harry Connick Jr.: Das Wunderkind

Mit drei Jahren spielt er Klavier, mit fünf tritt er öffentlich auf, mit neun interpretiert er Beethoven als Solist mit Orchester

von Imanuel Marcus  26.07.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Schon 200? Happy Birthday, Fotografie!

von Katrin Richter  26.07.2026

Los Angeles

Kate Hudson bekommt »Walk of Fame«-Stern

Die jüdische Schauspielerin ist einer von 33 Stars, die eine Ehrung auf dem Hollywood Boulevard erhalten sollen

 24.07.2026

London

Gal Gadot spielt Hauptrolle in rasantem Thriller »The Runner«

Gadot spielt die erfolgreiche Wirtschaftsanwältin Maia Marten, deren Leben aus den Fugen gerät, als ihr Sohn entführt wird

 23.07.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  23.07.2026

Interview

»Es geht um das aktuelle jüdische Leben in unserem Land«

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) über ein neues Kompetenznetzwerk zu jüdischer Gegenwartsforschung, eine Förderrichtlinie und den Einsatz gegen Israel-Boykott

von Leon Stork, Ayala Goldmann  23.07.2026