Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Noa Kirel Foto: picture alliance / NurPhoto

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richer, Imanuel Marcus  04.04.2026 21:12 Uhr

Noa Kirel wird der Special Act bei der Jewrovision in Stuttgart sein. Die israelische Sängerin, die 2023 mit dem Titel Unicorn Israel beim Eurovision Song Contest in Liverpool vertrat und die mit dem Fußballer Daniel Peretz verheiratet ist, wird die Kids des Mini-Machanes bei der großen Show sicherlich bei Laune halten. Oder wie es auf dem Instagram-Account der Jewrovision heißt: »Seid live dabei, wenn sie die Jewrovision zum Beben bringt!« Wer dabei sein will, der kann sich unter www.jewrovision.de Tickets sichern!

Natalie Portman ist wieder in einem neuen Film zu sehen. Dieses Mal allerdings ist es kein wirklicher Blockbuster, sondern eher ein Kurzfilm. Die Schmuck-Marke Tiffany & Co hat sich für einen knapp dreieinhalb Minuten langen Werbefilm Portman als Star geholt. Regie führten bei dem Clip Mona Fastvold und Brady Corbet. Portman spiele sich selbst, heißt es, eine moderne Frau, die Beruf, Familie und die täglichen Herausforderungen meistert. Und ganz nebenbei trägt sie noch viele Schmuckstücke, die Tiffany & Co. so zu bieten hat.

Barry Manilow meldet sich nach fast 15 Jahren mit neuer Musik zurück: Das Album What A Time soll Anfang Juni erscheinen und verbindet klassische Balladen mit Elementen aus R&B, Rock und Gospel. An der Produktion war unter anderem Kenneth »Babyface« Edmonds beteiligt. Bereits jetzt wurden die ersten Songs vorgestellt: Die Single Sun Shine, gemeinsam mit Gary Barlow geschrieben, soll leicht zugänglich und positiv wirken, während Once Before I Go mit orchestralen Arrangements an Manilows typischen Sound anknüpft. Der 82-jährige Künstler tritt weiterhin regelmäßig in Las Vegas auf.

Bob Gale war bei der Premiere seines Musicals »Zurück in die Zukunft« an der Reeperbahn mit dabei und hat begeisterte Zuschauer erlebt, die überzeugende Darsteller, spektakuläre Effekte, witzige Dialoge und viele unvergessene Details aus der 80er-Jahre-Science-Fiction-Komödie feierten. Das Musical stammt aus der Feder Gales, der auch Co-Autor der legendären Film-Trilogie ist. Es wurde unter anderem bereits am Broadway und im Westend mit Erfolg aufgeführt. In Hamburg waren noch andere Prominente unter den Premierengästen, etwa Schauspielerin Florence Kasumba, Moderator Peter Urban oder die Fanta-4-Bandmitglieder Smudo und Thomas D.

Aaron Taylor-Johnson soll die Hauptrolle in der Netflix-Adaption des André-Aciman-Romans Enigma Variations übernehmen. Taylor-Johnson spiele darin Paul, einen jungen Mann, dessen Leben durch seine Liebhaber geprägt wird. Wem Call me by Your Name gefallen habe, schreibt Netflix in der Ankündigung, für den sei diese Serie auch etwas. Regie wird übrigens der Südafrikaner Oliver Hermanus führen.

Gal Gadot ist indirekt Teil eines neuen Projekts: Der Streamingdienst Netflix hat sich, wie das Portal Deadline in der vergangenen Woche berichtete, die Rechte an dem Film In the Hand of Dante gesichert, in dem neben Oscar Isaac, Gerard Butler, John Malkovich, Al Pacino und Jason Momoa auch die israelische Schauspielerin in einer Hauptrolle zu sehen ist. Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Roman von Nick Tosches und verbindet zwei Zeitebenen – mit Isaac in einer Doppelrolle als Autor in der Gegenwart und als Dante Alighieri im 14. Jahrhundert. Regie führte Julian Schnabel, der für seine Arbeiten bereits ausgezeichnet wurde. Ein Starttermin steht noch nicht fest.

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026