Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Netta Barzilai hat am vergangenen Sonntag ihre neue Single »Hacol elaii« veröffentlicht. Im Video zeigt sich die Sängerin im roten Flamenco-Kleid, umgeben von unzähligen Tomaten. Barzilai schrieb dazu auf Instagram: »Ich hatte das Gefühl, dass Musik uns dabei hilft, das Trauma zu bewältigen.« Sie habe viel Zeit mit Familien verbracht, die in Israel seit Monaten im Hotel leben müssen, weil sie nicht mehr zurück in ihre Heimatorte können. Außerdem habe Barzilai eine US-Tournee abgesagt, denn sie könne »nicht das Haus verlassen, wenn es brennt«.

Mike Burstyn setzt sich dafür ein, dass Jiddisch als gesprochene Sprache nicht verschwindet. Leider bestehe die Gefahr, dass dies passiere, sagte der Schauspieler (Die Zweiflers) kürzlich im Deutschlandfunk. Die Zweiflers ist eine Serie über mehrere Generationen einer jüdischen Familie in Frankfurt am Main, in der auch Jiddisch gesprochen wird. Mit seiner eigenen Familie spreche er Englisch und Hebräisch, sagte der israelisch-amerikanische Schauspieler. Seine Enkel könnten ein paar jiddische Wörter. »Leider ist es die Realität, dass Jiddisch eine Sprache der vergangenen Generation ist.«

Bärbel Schäfer hat es mal wieder in die Natur gezogen. Auf ihrem Instagram-Kanal postete die Autorin (Meine Nachmittage mit Eva. Über Leben nach Auschwitz, Avas Geheimnis. Meine Begegnung mit der Einsamkeit) und Moderatorin Bilder, die sie beim Schafescheren zeigen. Wobei die To-do-Liste noch etwas länger war an jenem Tag: »Erst Ziegen gemolken, dann Schafe geschoren und die Wolle sortiert.« Klingt ziemlich cool!

Daniel Donskoy hat nach einem Urlaub auf Kreta nicht allzu große Lust, wieder ans Set von Vienna Game zurückzukehren. In einigen Storys bei Instagram fragt der Schauspieler und Musiker: »Warum bleibe ich nicht einfach hier?« Das Essen und das Mittelmeer seien so schön. Zugegeben, der Gurken-Feta-Salat sah auch wirklich so aus, als schmeckten die Gurken nach Gurken und nicht nach Wasser.

Joel Coen (»The Big Lebowski«, »No Country for Old Men«) ist von vielen Fotografen fasziniert. Eine besondere Vorliebe hat der 69-Jährige jedoch für den amerikanischen Starfotografen Lee Friedlander, wie er auf dem internationalen Fotofestival »Les Rencontres d’Arles« zur Schau stellt. Anhand von ihm ausgewählten Bildern lässt er die ungewöhnliche Karriere des Fotografen Revue passieren, der als kritischer Chronist des Alltags bekanntgeworden ist. Er kenne Lee und schätze seine Arbeit sehr, wie Joel Coen in Arles sagte. »Als Filmemacher hat mir die Idee gefallen, seinen ungewöhnlichen Ansatz bei der Rahmung hervorzuheben, seine Brüche und Neuzusammenfügung von Elementen zu neuen und unmöglichen Kompositionen«. So illustrieren unter dem Titel »Lee Friedlander framed by Joel Coen« 70 Fotos, die überwiegend Straßenszenen zeigen, die Faszination beider Künstler für fragmentierte Rahmen und Spiegeleffekte. 

Fernsehen

Dschungelcamp 2026: Gil Ofarim soll Rekord-Gage kassieren

Der 43-jährige Sänger bekommt laut »Schlager.de« für seine Teilnahme an der in Australien gedrehten Show mehr Geld als je ein Teilnehmer zuvor

 17.01.2026

Eurovision Song Contest

Hape Kerkeling für Israels Teilnahme

Der Buchautor sagte in einem Podcast: »Das gehört einfach nicht auf die ESC-Tagesordnung, darüber zu sprechen.«

 17.01.2026

Fußball

Makkabäer-Ehrenpreis für den »Freundeskreis Hersh Goldberg-Polin«

Die Fangruppe wird für ihre Haltung, Zivilcourage und ihr klares Werteverständnis gegen Antisemitismus geehrt

 16.01.2026

ESC 2026

Brugger und Schöneberger moderieren ESC-Vorentscheid mit neun Acts

Die ARD verspricht für den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) eine breite musikalische Palette. Das TV-Publikum kann am Ende der Show am 28. Februar zwischen drei Acts auswählen

 16.01.2026

Dessau-Roßlau

Buch zur jüdischen Geschichte Anhalts vorgestellt

Ein neues Buch informiert über jüdische Orte in Anhalt und soll zum Besuch anregen

 16.01.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  16.01.2026

Jerusalem

Rachel Goldberg-Polin veröffentlicht Memoiren

Die Mutter der getöteten Hamas-Geisel Hersh Goldberg-Polin: »Ich setzte mich hin, um meinen Schmerz aufzuschreiben, und heraus strömten Verlust, Leid, Liebe, Trauer, Hingabe, Kummer, Verehrung und Zerrissenheit«

 16.01.2026

Fernsehen

»Antisemitismus in Deutschland« im Ersten

Am 27. Januar, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, wird ein »ARD extra« zum Thema Judenhass ausgestrahlt. Am nächsten Tag erfolgt eine Übertragung der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag

 15.01.2026

Dresden

Berben: »Sprachlos darf man nur einen Moment sein«

Die Schauspielerin Iris Berben engagiert sich seit vielen Jahren für eine demokratische Gesellschaft. Beim Dresdner Semperopernball wird sie ausgezeichnet

 15.01.2026