Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Sarah Sherman hat sich bei der Live-Neujahrssendung von CNN zusammen mit Andy Cohen ordentlich die Kante gegeben. Man kann es nicht anders sagen. Die beiden schütteten einen Tequila nach dem nächsten in sich hinein und waren einfach nur dicht. Beim Spiel »New Year’s Resol-Who-tions« schlug Sherman vor, am besten gleich gemeinsam einen Pornofilm zu drehen und nicht das sich küssende Paar des Coldplay-Konzerts nachzustellen, das eingeblendet war. Der Moderator der Sendung, Anderson Cooper, fand die Idee so mittelprächtig und sagte nur: »Also, ich weiß nicht.« Zum Glück ist ja jetzt Dry January.

Lena Brasch und paul eisenach sowie Juri Sternburg zeigen im Januar und Februar ihre East Side Story – A German Jewsical am Maxim Gorki Theater in Berlin. Was genau ein Jewsical ist, das erklärten Eisenach und Brasch in einem Radio-Interview vor der Premiere: »Ein Musical muss nicht bunt, quietschig und immer lustig sein, sondern teilweise kann man ja über Songs viel direkter Emotionen transportieren als über eine gespielte Szene.« Das Stück ist ein »Musical«, so heißt es in der Ankündigung, »über jüdische Geschichte in Ostdeutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg«.

Liraz Charhi hat sich mit einer Botschaft auf ihrem Instagram-Account an die Protestierenden im Iran gewandt. »Mein Herz ist bei euch. Protestiert weiter, kämpft weiterhin für eure Freiheit. Wir sind alle eins, wir stehen hinter euch. Wir hoffen, dass ihr bald frei und sicher sein werdet.« Charhi setzt sich immer wieder für die Freiheitsbewegung im Iran ein. 2022 veröffentlichte sie ihr Album Roya, auf dem sie auch Themen wie Freiheit, Gleichberechtigung oder Unabhängigkeit musikalisch umgesetzt hat.

André Herzberg spricht am 8. Januar in der »Brotfabrik« in Weißensee mit Lea Streisand über »jüdische Ossis« und über das Leben in der DDR. Er liest zudem aus seinen Büchern und wird wohl auch seine Gitarre mitbringen. Herzberg war jahrelang Sänger der Berliner Band »Pankow«. 1991 startete er eine Solo-Karriere mit einem eigenen Album. Außerdem ist Herzberg Autor mehrerer Bücher, darunter Geschichten aus dem Bett.

Die Träger des Georg-Stefan-Troller-Preises 2026

Frankfurt am Main

Auszeichnung für Journalisten und Buchautoren

Der Georg-Stefan-Troller-Preis für die Berichterstattung über jüdisches Leben wurde erstmals verliehen. Mit Mascha Malburg und Joshua Schultheis sind auch zwei JA-Journalisten unter den Ausgezeichneten

 11.10.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an Philippe Sands überreicht

Der Völkerrechtsanwalt forderte in seiner Rede ein Ende angeblicher »Debattenbeschränkungen« in Deutschland

 11.10.2026

Julia Franck

»Sie liebt, aber sie wird nicht geliebt«

Die Schriftstellerin über ihre literarische Biografie der Jüdin Baladine Klossowska und den Dichter Rainer Maria Rilke

von Knut Elstermann  11.10.2026

Aufgegabelt

Rote Bete mit Tahini

Rezepte und Leckeres

 11.10.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026