Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Julia Franck Foto: picture alliance / Eventpress Herrmann

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  15.10.2022 19:15 Uhr

Julia Franck hat in einem Interview mit dem SZ-Magazin gesagt, dass sie gar keine »verzweifelte Hoffnung auf Liebe und Unsterblichkeit« hegt. Der Schriftstellerin seinen andere Dinge wichtiger: »Zeit und Gegenwärtigkeit. Schwimmen im See macht mich glücklich, die Begegnung mit Freunden, wandern, träumen.« Francks Roman Die Mittagsfrau soll unter der Regie von Barbara Albert im kommenden Jahr in die Kinos kommen.

Hugo Egon BalderFoto: imago images/Stefan Zeitz

Hugo Egon Balder und die Original-Besetzung von RTL Samstag Nacht laden am 29. Oktober wieder zum Lachen ein. Unter dem Sendungsmotto »Das Wiedersehen« gibt es genau das mit Wigald Boning, Olli Dittrich, Esther Schweins und Tanja Schumann. Die Show kam unter anderem deswegen zustande, um an den 2021 verstorbenen Mirco Nontschew zu erinnern, der von Anfang an bei RTL Samstag Nacht war.

Eitan Bernath Foto: IMAGO/ZUMA Wire

Eitan Bernath isst sich gerade durch Israel. Der Kochstar der Sozialen Netzwerke war schon auf dem Shuk HaCarmel in Tel Aviv und zeigte seinen Fans neben allerhand Tomaten wie richtige Granatäpfel aussehen – nicht die traurigen hier in der Kaufhalle –, wie grün die frischen Kräuter sind, und zum Schluss biss er noch in einen Falafel. Wer jetzt keine Lust bekommen hat, auch direkt auf den Markt zu gehen ...

Netta BarzilaiFoto: imago images / ZUMA Press

Netta Barzilai hat sich mit ihrer Kindheit auseinandergesetzt. Aber nicht irgendwie tiefenpsychologisch: Die israelische Sängerin nahm den ThrowbackThursday bei Instagram zum Anlass, sich mal ihre Fotos aus Kindertagen anzusehen und die zu kommentieren. Beim Haareschneiden, mit einer Schlange um den Hals oder als Teenie. Those were the days!

Hans Zimmer bewahrt seine beiden Oscars an einem ungewöhnlichen Ort auf. Der Grund: Die Qualität der Trophäen lässt nach den Worten des Musikers zu wünschen übrig. Sie befänden sich »im Schlafzimmer, unterm Schrank, wo man sie nicht sehen kann«, sagte Zimmer im Gespräch mit dem »Spiegel«. Der Grund sei die »magische Anziehung« der Oscars: »Jeder, der einen vor sich hat, muss ihn anfassen. Aber der Oscar ist billig gemacht, die Goldschicht darauf hält nicht.« Bei Zimmers erstem Oscar, den er 1995 für »Der König der Löwen« bekam, sei schon »eine ganze Menge davon abgeblättert«. Seine zweite Trophäe erhielt Zimmer im März 2022 für die Musik zum Film »Dune«, nahm seinen Preis aber nicht persönlich entgegen. Er war auf Europatournee mit Band und Orchester, ging an dem Abend früh schlafen und wollte eigentlich nicht geweckt werden, falls er einen Preis erhalte. »Das ging leider schief, weil meine Kinder, die mitgereist waren, sofort in mein Zimmer gestürmt kamen, als mein Name vorgelesen wurde«, sagte Zimmer. Wenig später saß er - im Bademantel - in einer Hotelbar in Amsterdam, umgeben von ukrainischen Orchestermusikern, die ihn auf seiner Konzerttournee begleiteten. »Sie bangten um ihre Familien in der Heimat. Ich habe mich vor ihnen geschämt«, sagte Zimmer. »Dafür, dass meine Branche für einen Abend alles, was in der Welt passiert, vergessen kann.« Die Oscars seien heute »nur noch eine Fernsehshow«, bei der er nicht so gern mitspielen wolle.

Maria Schrader hat ihr Filmdrama über die Enthüllung des Weinstein-Skandals durch zwei Journalistinnen beim New York Film Festival Weltpremiere vorgestellt. Schrader (57, »Unorthodox«) und ihr Team wurden mit stürmischem Applaus bedacht. Mit der Regisseurin traten unter anderem die Hauptdarstellerinnen Carey Mulligan und Zoe Kazan sowie die »New York Times«-Reporterinnen Megan Twohey und Jodi Kantor auf die Bühne. Twohey (gespielt von Mulligan) und Kantor (Kazan) hatten im Oktober 2017 nach schwierigen Recherchen ihre Enthüllungen über die sexuellen Übergriffe des Filmproduzenten Harvey Weinstein veröffentlicht. Der Film zeigt, wie die Reporterinnen eingeschüchterte Opfer treffen, Weinstein-Mitarbeiter aufsuchen, sich mit Anwälten anlegen, beschattet werden - und mit Vorgesetzten diskutieren, ob die Story veröffentlicht werden kann. Gemeinsam mit Ronan Farrow vom Magazin »New Yorker« gewannen sie einen Pulitzer-Preis für ihre Enthüllungen. Die von Dutzenden Frauen erhobenen Missbrauchsvorwürfe gegen Weinstein brachten 2017 die weltweite MeToo-Bewegung ins Rollen. (mit dpa)

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