Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Woody Allen hat sich erneut zu seinen Zukunftsplänen geäußert – zuvor hatte er mit seinen Aussagen immer wieder für Spekulationen über ein mögliches Karriereende gesorgt. »Derzeit hat er nicht die Absicht, sich zur Ruhe zu setzen, und freut sich sehr auf die Dreharbeiten zu seinem neuen Film in Paris, der sein 50. sein wird«, hieß es in einem Statement vom Montag, aus dem das US-Branchenblatt »Variety« und das Promi-Portal »People« zitierten. Zuvor hatte der Filmemacher mehrfach angedeutet, kürzertreten zu wollen. Ist nun wohl abgesagt.

Idan Amedi hat seinen Auftritt bei den zu Ende gegangenen Jüdischen Kulturtagen in Berlin erst einmal verarbeiten müssen. Auf seinem Instagram-Account schrieb der Sänger: »Hier, in dieser Stadt, vor einem Publikum aus Juden und Deutschen aufzutreten, von denen einige diesen Abend als einen ›Fehler‹ bezeichneten, ist eine Erfahrung, die einen Moment braucht, um sie zu verdauen.« Amedi habe Liebeslieder gesungen und Sehnsuchtslieder nach Stadt und Heimat, schrieb er – aber das sei »ein großer Sieg, nicht meiner, sondern unserer«.

Jerry Seinfeld ist für die Herbst-Kampagne des amerikanischen Streetwear-Labels »Kith« als Model unterwegs. Der Comedian posierte unter anderem in einer klassischen Baseballjacke, im »Queens College«-T-Shirt oder mit einem legeren Basecap. Sieht eigentlich alles ganz gut aus, aber das Internet lacht und produziert witzige Memes wie eine fiktive Kollaboration mit Georges Gore-Tex-Jacke aus The Dinner Party, der 77. Folge der Sitcom Seinfeld.

Timothée Chalamet ist der erste Mann, der die Ehre hatte, ganz allein auf dem Cover der britischen »Vogue« abgebildet zu sein. Der Schauspieler (Call Me by Your Name, Dune) gab im Interview auch Einblick in seine Seele. Er sagte, dass er seit Teenagertagen diesen »wahnhaften Traum« gehabt habe, eine Karriere als Schauspieler zu machen. »Es fühlte sich an, als sei jeder Traum wahr geworden, exponentiell.«

Eröffnung

Ausstellung in Osnabrück beleuchtet Antisemitismus

2026 jährt sich das Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Mit einer Ausstellung erinnert das Museumsquartier an diese frühe Phase jüdischer Geschichte. Auch die Wurzeln des Antisemitismus werden sichtbar

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Mit seinem Roman »Der Jude der Kaiserin« zeigt sich der österreichische Autor als Meister des historischen Genres

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Auch trotz des Krieges gegen den Iran sei strengere Sicherheitsauflagen nicht nötig, weil das Konzept bereits auf die Weltlage ausgelegt sei

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