Leipzig

Nach Ofarims Dschungel-Triumph: Influencer sammelt Spenden für Markus W.

Im Leipziger Westin Hotel kam es 2021 zu dem Skandal. Foto: picture alliance/dpa

Nach dem Sieg von Gil Ofarim im RTL-Dschungelcamp ist eine ungewöhnliche Spendenkampagne gestartet worden: Ein Influencer ruft dazu auf, Geld für Markus W. zu sammeln, jenen Leipziger Hotelmitarbeiter, den der Musiker 2021 öffentlich des Antisemitismus beschuldigt hatte. Die Vorwürfe stellten sich später als falsch heraus und belasteten den damals anonymisierten Mitarbeiter erheblich. »Bild« berichtete über die Spendensammlung.

Auslöser der Aktion war die erneute öffentliche Debatte über den Skandal im Zuge des Dschungelcamp-Auftritts Ofarims. Der Influencer Sanijel Jakimovski erklärte, der Mitarbeiter solle erfahren, dass sein Fall gesehen werde und dass man seine Situation ernst nehme. Wie viel Geld bislang eingegangen ist, war zunächst unklar. Jakimovski äußerte die Hoffnung, eine sechsstellige Summe zu erreichen.

Inzwischen hat sich der betroffene Hotelangestellte selbst zu Wort gemeldet. In einer Botschaft an den Initiator der Aktion bat Markus W. um Transparenz im Umgang mit den Spenden: »Ich bin ein großer Freund von Transparenz – vor allem, wenn Menschen für einen Fremden Geld spenden sollen.« Er habe sich Gedanken gemacht, wofür die Mittel verwendet werden könnten, schrieb er.

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Ein Teil der Spenden soll nach seinen Vorstellungen an gemeinnützige Organisationen gehen, darunter die Initiative HateAid, die Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt, sowie der Leipziger Verein »Minilöwen«, der Familien mit frühgeborenen oder schwer kranken Neugeborenen hilft. Einen weiteren Teil wolle er für sich und seine Familie nutzen, die ihn während der öffentlichen Vorwürfe unterstützt habe.

Zum Abschluss seiner Nachricht bedankte sich der Mitarbeiter für die Solidarität: »Ich bin unendlich dankbar für den Zuspruch und weiß das sehr zu schätzen.« Der Influencer versprach, die Abwicklung der Spenden transparent zu gestalten und dem Empfänger die Überweisungen vollständig offenzulegen. ja

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