Jerusalem

Nach Antisemitismus-Skandalen: Deutsche Welle eröffnet Büro in Israel

Foto: imago/sepp spiegl

Nach mehreren Antisemitismus-Skandalen bei der Deutschen Welle (DW) hat der Auslandssender ein Büro in Jerusalem eröffnet. »Ziel ist es, die Berichterstattung über Israel und die palästinensischen Gebiete auszuweiten«, sagte Intendant Peter Limbourg am Mittwochabend bei der Eröffnung des Studios in Jerusalem. Dazu seien nun zwei feste Korrespondentinnen vor Ort.

Der Schritt sei schon länger geplant gewesen, im Zuge der Aufarbeitung interner Antisemitismusfälle zugleich vorangetrieben worden. Die Inhalte aus der Region sollen demnach dazu beitragen, noch stärker über Antisemitismus und jüdisches Leben aufzuklären.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vor rund einem Jahr waren durch Medienberichte mehrere Judenhass-Vorwürfe gegen einzelne DW-Mitarbeiter der Arabisch-Redaktion bekanntgeworden. Der Sender stieß darauf eine externe Untersuchung an und trennte sich in der Folge von mehreren Mitarbeitern. Zudem wurde der Verhaltenskodex im Haus angepasst und es wurden redaktionelle Abläufe nachgeschärft.

Auch die Kooperation mit ausländischen Partnersendern, die Material der Deutschen Welle für ihr Programm nutzen, war Teil der Kritik in der Berichterstattung gewesen. Der deutsche Auslandssender erarbeitete ein Wertepapier, um Antisemitismus auszuschließen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Der im Frühjahr vorgestellte 10-Punkte-Plan ist, so weit es geht, umgesetzt«, sagte Limbourg. Jetzt sei angefangen worden, ihn mit Leben zu füllen. »Die Verstärkung des Büros in Israel ist als einer der Punkte benannt worden, die wir ergreifen wollen, um in Zukunft auch bei diesem Thema ein Stück besser dazustehen und auch Dinge anders zu machen als bisher.«

Die Deutsche Welle bietet als deutscher Auslandssender Berichterstattung für TV, Radio und Online an und wird aus deutschen Steuermitteln finanziert. 2021 erhielt die DW insgesamt 391 Millionen Euro. dpa

Kolumne

Von der Kreuzigung zu Flydubai

Schon vor 2000 Jahren waren die Juden an allem schuld. Und heute sogar mit Videobeweis!

von Maria Ossowski  14.10.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 15. Oktober bis zum 22. Oktober

 14.10.2026

TV

»Girls« geht weiter

Die mehrfach ausgezeichnete Serie soll 2027 mit fünf Folgen fortgesetzt werden

von Katrin Richter  14.10.2026

Dreharbeiten zum Kinofilm »Heimsuchung«. Ein Jahrhundert deutscher Geschichte

Neu im Kino

»Heimsuchung« von Schlöndorff: Was bleibt, wenn alle gehen

Erst Sommergäste. Dann die Nazis. Danach die Sowjets. Später die DDR und der Kapitalismus. In »Heimsuchung« von Volker Schlöndorff wird ein Haus zum Zeugen deutscher Geschichte. Still, unerbittlich

von Sabine Glaubitz  14.10.2026

Zahl der Woche

68 Prozent

Fun Facts und Wissenswertes

 13.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Virale Selbstverliebtheit oder Wie das gute alte Kochbuch verdrängt wurde

von Nicole Dreyfus  13.10.2026

Interview

»Ich bin keine Maschine«

Der Pianist Igor Levit über sein neu gegründetes Musiklabel, einen 16-Stunden-Auftritt und jüdische Witze

von Christine Schmitt  13.10.2026

TV-Tipp

Brillanter Anthony Hopkins glänzt in »One Life«

Leider erst nächtens zeigt das ZDF ein biografisches Drama über den Briten Nicholas Winton, der 1939 Kindertransporte von Prag nach London organisierte und damit mehrere hundert Kinder vor den Nazis rettete

von Jan Lehr  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026