Fernsehen

MDR beendet Zusammenarbeit mit Uwe Steimle

In der Kritik: Uwe Steimle Foto: imago

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) beendet seine Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle. Die Sendereihe »Steimles Welt« werde 2020 nicht mehr fortgesetzt, teilte der Sender mit Sitz in Leipzig am Mittwoch auf Twitter mit. Der MDR sehe keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Steimle.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi sagte demnach, der MDR habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Jedoch habe Steimle in öffentlichen Äußerungen wiederholt die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt, etwa in einem Interview mit der rechtsnationalen Zeitung »Junge Freiheit« im Jahr 2018. Darin habe Steimle dem MDR unter anderem mangelnde Staatsferne vorgeworfen.

Der MDR habe schon damals öffentlich klargestellt, dass diese Aussage für den Sender nicht akzeptabel sei, erklärte Jacobi. Mit Steimles »neuerlichen öffentlichen Vorwürfen gegen den MDR wegen mangelnder Loyalität des Senders ihm gegenüber ist nun der Punkt erreicht, der eine weitere Zusammenarbeit für uns unmöglich macht«, erklärte der Programmdirektor.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Steimle ist in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten. Kritiker werfen ihm neben einer Nähe zur fremdenfeindlichen Dresdner »Pegida«-Bewegung auch Antisemitismus und Antiamerikanismus vor.

Er trug öffentlich T-Shirts mit Slogans wie »Putin-Versteher« oder »Kraft durch Freunde« und ist Mitunterzeichner der »Erklärung 2018« gegen »Masseneinwanderung«. Wiederholt beklagte Steimle zudem öffentlich die Zustände in Deutschland und verglich sie mit jenen in der späten DDR.  epd

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  15.02.2026

NS-Zeit

Die gleichen Stationen eines viel zu frühen Todes

Auch sie führte Tagebuch: Margot Frank war die wenig bekannte Schwester von Anne Frank. Doch ihre Erinnerungen gingen verloren

 15.02.2026

Trend

»Spiritually Israeli«: Antisemitismus als Meme

Warum ein Begriffspaar in den sozialen Medien gerade populär ist – und wieso es nichts mit Israel zu tun hat

von Nico Hoppe  15.02.2026

Reaktion

»Medialer Sturm«: Berlinale verteidigt Künstler

Nach Debatten bei den Filmfestspielen veröffentlicht Festivalchefin Tricia Tuttle einen Appell – und nimmt die Jury in Schutz

 15.02.2026

Aufgegabelt

Korkenzieher-Gurken mit Gochujang-Dressing

Rezepte und Leckeres

 14.02.2026

Berlinale

Nachdenken über Siri Hustvedt

Die Regisseurin Sabine Lidl hat eine sehenswerte Dokumentation über die amerikanische Schriftstellerin gedreht – ein Filmtipp

von Katrin Richter  14.02.2026

Berlinale

Arundhati Roy sagt Teilnahme ab

Als Begründung nannte sie die aus ihrer Sicht »unerhörten Aussagen« von Mitgliedern der Jury zum Gaza-Krieg

 14.02.2026

NS-Raubkunst

Wolfram Weimer kündigt Restitutionsgesetz an

»Eine Frage der Moral«: Der Kulturstaatsminister stimmt einem unter anderem vom Zentralrat der Juden geforderten Gesetz zu

 14.02.2026

Berlinale

Eine respektvolle Berlinale scheint möglich

Die 76. Berlinale hat mit Glamour, großen Gefühlen und einem wunderbaren Eröffnungsfilm begonnen. Respekt wurde großgeschrieben am ersten Tag. Nur auf der Pressekonferenz der Jury versuchte der Journalist Tilo Jung vergeblich zu polarisieren

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026