Musik

Louis-Lewandowski-Festival hat begonnen

Gemeinsamer Auftritt aller Ensembles des Louis Lewandowski Festivals 2022 in der Synagoge Rykestraße in Berlin. Foto: Chris Hartung

Das 15. Louis-Lewandowski-Festival jüdisch-religiöser Musik lädt zu fünf Konzerten in Potsdam und Berlin ein. Brandenburgs Staatskanzleichefin Kathrin Schneider (SPD) erklärte zur Eröffnung am Donnerstag in Potsdam, das Festival setze dauerhaft das Zeichen, dass Vielfalt und Toleranz alle bereichern. Vor dem Hintergrund des Terroranschlags auf eine Chanukka-Feier in Sydney betonte sie, die Gewalttat mit mindestens 15 Opfern habe »auf erschütternde Weise vor Augen geführt, dass antisemitischer Hass und Gewalt immer noch bittere Realität« seien. Mit Blick darauf spende das Festival »neben Hörgenuss auch Trost«.

Schneider erklärte, die wachsende Zahl antisemitischer Parolen und Angriffe sei zutiefst besorgniserregend. Umso mehr müsse deutlich gemacht werden, dass jüdisches Leben zu Berlin, Brandenburg und ganz Deutschland gehöre, betonte sie: »Es zu schützen, liegt in unserer Verantwortung und ist uns eine Verpflichtung.«

Lesen Sie auch

Das Louis-Lewandowski-Festival würdigt das musikalische Erbe des Komponisten Louis Lewandowski (1821-1894). In Konzerten und liturgischen Ausführungen wird die reiche Tradition jüdischer Sakralmusik einem breiten Publikum nähergebracht. Die künstlerische Leiterin Regina Yantian betonte, seit der Gründung seien dort mehr als 80 Chöre und Ensembles aus 13 Ländern der ganzen Welt aufgetreten. In diesen 15 Jahren sei jüdisch-religiöse Musik aus den vergangenen fünf Jahrhunderten aus neun verschiedenen Ländern aufgeführt worden. Das Festival 2025 endet am Sonntag. epd

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026