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Los Angeles

Jack Antonoff gehört zu den jüdischen Grammy-Gewinnern

Jack Antonoff war mehrfach für Grammys nominiert und gewann doppelt. Foto: picture alliance / Jordan Strauss/Invision/AP

Der jüdische Sänger, Songschreiber und Produzent Jack Antonoff ist in diesem Jahr der jüdische Grammygewinner schlechthin. In der Rubrik »Schallplatte des Jahres« war er gleich zweimal nominiert.

Einmal war es seine Kooperation mit der Sängerin Sabrina Carpenter in Zusammenhang mit ihrem Album Manchild. Hier gewann sein Team nicht. Dafür zahlten sich aber seine Bemühungen für Luther, einer dem verstorbenen Soulsänger Luther Vandross gewidmeten Aufnahme des Rappers Kendrick Lamar aus. Der Ruhm für diesen Grammy fällt auch auf Antonoff zurück.

In einer ähnlichen Rubrik, nämlich »Album des Jahres«, war Jack Antonoff ebenfalls mit nominiert – und zwar für dieselben Werke. Hier gewann aber der puertorikanische Künstler Benito Antonio Martínez Ocasio, der vor allem als rappender und singender Bad Bunny bekannt ist.

Kooperation mit Lady Gaga

Beim »Song des Jahres« klappte es auch nicht, dafür aber im Bereich »Bester Rap Song«. Also Co-Komponist erhielten Antonoff, Lamar und andere Kollegen eine Grammy-Trophäe.

Jack Antonoff ist der jüngere Bruder der Modedesignerin Rachel Antonoff. Beide stammen aus einer jüdischen Familie, wuchsen in New Jersey auf und besuchten eine jüdische High School.

Der nächste jüdische Grammygewinner ist der Produzent und Songschreiber Andrew Watt. In Kooperation mit Lady Gaga war er ebenfalls mehrfach nominiert, darunter bei der »Schallplatte des Jahres«. In der Rubrik »Beste Tanz-Pop-Aufnahme« wurden beide für das Lied »Abracadabra« ausgezeichnet, das zusammen mit einem spektakulären Tanzvideo auf einem gleichnamigen Album veröffentlicht wurde.

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Knapp daneben

Bei »Bester für visuelle Medien geschriebener Song« stand sein Name ebenfalls – diesmal neben dem der lebenden Legende Elton John. Aus diesem Grammy wurde jedoch nichts.

Der Israeli Omer Fedi, der mit der Soulgröße Bruno Mars zusammenarbeitete, war ebenfalls nominiert, ging aber zweimal leer aus. Einmal schrammte der jüdische Produzent Benny Blanco knapp an einem Grammy vorbei, zugunsten von Andrew Watt.

Mark Sonnenblick, ein weiterer Songschreiber und Komponist jüdischer Herkunft, gewann im Team einen Grammy für das Lied »Golden« der KPop Demon Hunters. In einer zweiten Rubrik gab es keinen Preis.

Ähnliches Schicksal

Für die aus den drei jüdischen Schwestern Este, Danielle und Alana Haim bestehende Rockband Haim blieb keine Trophäe übrig. In zwei Rubriken, nämlich »Bestes Rock-Album« und »Songschreiber des Jahres« bekamen andere Künstler den Zuschlag.

Ein ähnliches Schicksal ereilte während der Grammy-Vergabe die jüdische Songschreiberin Diane Warren, den israelisch-amerikanischen Jazz-Schlagzeuger und Bandleader Dan Pugach sowie die berühmteste Jüdin unter allen genannten Künstlern, Barbra Streisand. Ihr Album The Secret of Life setzte sich in der Rubrik »Bestes traditionelles Pop-Gesangsalbum« nicht durch.

Dem Sänger und Schauspieler Danny Burstein wurde lediglich die Ehre zuteil, zu den nominierten Künstlern zu gehören. Diese Erfahrung teilt er mit seinem Kollegen Timothée Chalamet, der für den Soundtrack zu seinem Film A Complete Unknown (ja, ja, die Story von Bob Dylan) hätte einen Grammy gewinnen können, es aber nicht tat – ebenso wenig wie der jüdische Jazz-Saxofonist Dave Koz im Duo mit dem Keyboarder Bob James.

Silverman und Spielberg

Auch der jüdische Theater- und Film-Komponist Stephen Schwartz ging mehrfach leer aus, die Comedienne Sarah Silverman einmal. Ihr Comedy-Album PostMortem unterlag dem ihres Kollegen Nate Bargatze.

Der Regisseur Steven Spielberg hat seinen ersten Grammy gewonnen. Der 79-Jährige wurde als Produzent für den »Besten Musikfilm« mit Music for John Williams zusammen mit Kollegen ausgezeichnet. Spielberg ist nun ein sogenannter EGOT-Preisträger, also ein Künstler, der alle vier wichtigen US-Unterhaltungspreise gewonnen hat - Emmy, Grammy, Oscar und Tony.

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